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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Bernd Spillner: Interkulturelle Kontraste in der Alltags- und Fachkommunikation (mit chinesischen Beispielen)

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Bernd Spillner (Duisburg-Essen)

Abstract

Interkulturelle Kontraste werden im Bereich der Alltagssprache und von Fachsprachen analysiert. Im lexikalischen Bereich werden interkulturell unterschiedliche Konnotationen an fachlichen und gemeinsprachlichen Lexemen sowie an englischen, deutschen, französischen und chinesischen Anredeformen und phraseologischen Begrüßungsformeln verdeutlicht. Der Textvergleich stützt sich auf kontrastive Analysen von deutschen und chinesischen Todesanzeigen und Wetterberichten. Dabei werden auch non-verbale Bildelemente einbezogen.

1. Globale Universalität und linguale Interkulturalität

In der Diskussion um die sogenannte Globalisierung (die in Wirklichkeit die kommunikative Reduzierung auf eine einzige Sprache/Kultur bedeuten würde) wird oft davon ausgegangen, dass der internationale Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturaustausch darauf hinaus läuft, nationale sprachliche und kulturelle Unterschiede aufzuheben bzw. durch internationale Standards zu ersetzen. Dies ist jedoch nur in eng begrenzten normierten Kommunikationsbereichen der Fall (z.B. der internationalen Luftverkehrsund Seefahrtskommunikation). Aber nicht einmal die ISO-Normen für Datumsangaben oder Postadressen werden international befolgt.

In den meisten Kommunikationsbereichen bestehen sprachlich und kulturell unterschiedliche Konventionen. Sie reichen von interkulturell unterschiedlichen semantischen Klassifikationen über divergierende Anredeformen und Konnotationen bis hin zu Höflichkeitsformen, Dialogstrukturen und Argumentationsmustern. Noch größere interlinguale Kontraste gibt es bei alltags sprachlichen Textsorten wie Lebenslauf, Telefongespräch, Todesanzeige oder Tourismuswerbung. Auch fachsprachlich gibt es solche Unterschiede, von mathematischen Maßangaben über die medizinische und technische Terminologie bis hin zur wissenschaftlichen Beweisführung und zur Existenz bestimmter Textsorten in der Wirtschaftskommunikation. Durch solche Kontraste...

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