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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Chonglyi Li: Interkulturelle Aspekte der Alltagskommunikation

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Chongyi Li (Shanghai)

Abstract

Missverständnis und Konflikt zwischen Chinesen und Deutschen im Alltag sind auf den Unterschied der beiden Kultur zurückzuführen. In diesem Beitrag wird zuerst kurz der sprachliche Unterschied in Phonetik, Wortschatz und Syntax dargestellt. Dann wird die Differenz der Kulturstandards gezeigt. Im Gespräch ist diese ebenfalls zu erkennen. Darüber hinaus ist ein Unterschied in der nonverbalen Kommunikation bei Geräuschen, Schweigen, Augenkontakt und bei paraverbalen Merkmalen festzustellen. Die unterschiedlichen politischen Systeme in China und Deutschland spielen dabei eine große Rolle. An den Universitäten werden Studiengänge für interkulturelle Germanistik aufgebaut. Durch Training und mit der Zunahme des entsprechenden Bewusstseins kommt neben dem Konflikt auch kulturelle Annäherung zustande.

1. Einführung

Im Zeitalter der Globalisierung gehört interkulturelle Kompetenz zu den Grundfertigkeiten und zu den Schlüsselqualifikationen im schulischen Alltag. Ohne eine solche Kompetenz ist eine reibungslose Kommunikation unvorstellbar. Dafür ein Beispiel:

Eine deutsche Kollegin an unserer Universität war zum ersten Mal in China. Sie erhielt eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier der Germanistikstudenten. Sie kam erst mit Verspätung zu der Feier. Ein Student, der die Veranstaltung als Moderator leitete, stellte sie den Anwesenden nachträglich vor. Aber er gab den Namen der deutschen Kollegin undeutlich und falsch an. Die deutsche Kollegin war sehr ärgerlich und nach der Feier beschwerte sie sich deswegen beim Dekan der Deutschabteilung. Irgendetwas stimmte hier...

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