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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Andreas Wistoff: Axolotl im Universum. Plagiat und Intertextualität

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Andreas Wistoff (Beijing)

Abstract

Im Frühjahr 2010 fand eine literarische Neuerscheinung eine ungewöhnlich intensive Resonanz in den Feuilletons der deutschsprachigen Presse. Das Urteil war zunächst enthusiastisch, schon kurz darauf jedoch erfuhr das Werk massiven Tadel und wurde Ziel heftiger Vorwürfe. Der vorliegende Beitrag untersucht, welche Beurteilungskriterien zugrunde gelegt wurden, weshalb es zu dem radikalen Umschwung der Bewertungen kam und in welchem Verhältnis die Beurteilungskriterien der Presse zu wissenschaftlichen Maßstäben stehen.

1. Einleitung

Im Januar 2010 hatten die Feuilletons der großen deutschsprachigen Zeitungen ein gemeinsames Thema: eine außergewöhnliche literarische Neuerscheinung im renommierten Ullstein-Verlag, einen Roman mit dem Titel,,Axolotl Roadkill“. Dieser Titel bezeichnet einen in Mexiko lebenden Verwandten der Frösche, der unter Biologen bekannt ist, weil er zeit seines Lebens im jugendlichen Larvenstadium verbleibt und in diesem auch fortpflanzungsfähig ist. Für das Wort „Roadkill“ ist im Deutschen keine direkte Entsprechung vorhanden; es bezeichnet vom Autoverkehr platt gefahrene Tierleichen.

So ungewöhnlich für einen deutschen Roman wie dieser Titel ist dessen Inhalt: die Geschichte der 16-jährigen Mifti in Berlin, „ein hartes, brutales, vulgäres Buch“, voller „Sex, Gewalt und Drogen“ (Delius 2010)). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schildert eine typische Szene daraus:

Es ist halb fünf, am Tag oder in der Nacht, das ist egal, denn alle Konturen und Grenzen sind ohnehin verwischt, als...

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