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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Stein im Mund. Zur Intertextualität in einem kurzen Gedicht Manfred Peter Heins

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Even a poem comprising only a few lines can raise very complex issues. In view of this, it is inevitable that the author will have to rely not only on techniques involving intertextuality but also on the readiness of the reader to find out more about these intertextual references. This is particularly common in hermetic poetry. This issue is explained in more detail using the example of the poem Niemandsname, written in 1985, by Manfred Peter Hein. The aim of this paper is to demonstrate how Hein’s poem, written in a highly concise form consisting of only 14 words, reflects a whole lifetime’s work: a life’s work which is characterised by manifold intertextual references in German as well as in Finnish literature (translated over many decades by Hein).

Ein bisschen hab ich zunächst gerätselt, was mit dem Titel der zweiten GeFoText-Tagung eigentlich gemeint sein könnte, wie ich mir den Zusammenhang von Intertextualität und Kürze vorstellen soll? Sind lange Texte weniger intertextuell als kurze? Oder war es eine eher pragmatische Überlegung der Veranstalter, etwa der Art, dass lange Texte wie z. B. Romane von Thomas Mann oder Robert Musil eh kein Mensch mehr liest, so dass es auch kaum noch Sinn macht, den in ihnen aufzufindenden intertextuellen Bezügen nachzufragen? Wollte man vielleicht lieber über Texte sprechen, literarische wie nicht-literarische, die sich in den Vorträgen selbst auch präsentieren ließen, so dass wir alle eine bessere, eine gemeinsame Gesprächsgrundlage...

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