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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Peritexte als „Vestibüle“ mit „Netzwerkqualitäten“

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The topics of this research article are the peritextual elements ‘front cover’, ‘back cover’, ‘the inside front’, ‘title pages’ and ‘preface’. The material analysed consists of 41 German hardcover and paperback volumes of the Finnish author Mika Waltari’s work from 1938–2008. Not only the structure and purpose of these peritextual elements and the way they function are analysed, but also their mutual enmeshing.

1. Einführung

Geht man mit Gérard Genette (2001) davon aus, dass ein Paratext jenes Beiwerk ist, das den Text zum Buch macht und in dieser Funktion vor die Öffentlichkeit tritt, so handelt es sich dabei nicht um eine Schranke zwischen dem Text und dem Paratext, sondern eher um ein „Vestibül“ (Genette 2001: 10), um eine unbestimmte Zone zwischen dem Text und den Diskussionen über den Text. Von Interesse ist die Frage, wie sich die Kommunikation über das Werk gestaltet, wenn „Praktiken und Diskurse“ (ebd.) wie z. B. Buchklappentexte und Umschlagseiten Einfluss auf die Kommunikation ausüben. Im Fall der Übersetzungen literarischer Werke kommt als weiteres Betrachtungsmoment noch der Kulturtransfer hinzu, der die Berücksichtigung der hinter den kulturellen Austauschbeziehungen stehenden „Motivationsfaktoren und Handlungslogiken (z. B. Diskurse)“ (Barmeyer 2012: 113) erlaubt. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen werden im Folgenden die peritextuellen Einheiten vordere und hintere Umschlagseite (in Hardcovern mit und ohne Schutzumschlag sowie in Paperbacks), Klappentext, Titelei und Vorwort in den deutschen Übersetzungen der Werke des finnischen Schriftstellers Mika Waltari exemplarisch untersucht. Ich werde mich nur auf die...

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