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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Edited By Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Kulturelle Sinnkonstitution in den Liedtexten des Berner Mundartlyrikers Mani Matter. Eine kulturwissenschaftliche Textanalyse anhand der Lieder „dr hansjakobli und ds babettli“ und „dene wos guet geit“

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This paper deals with two song texts, written by the Swiss-German songwriter Mani Matter (1936–1972). Although most of Matter’s songs were produced in the late 1960s, they are still widely appreciated. By applying discourse-oriented text analysis, the paper aims at investigating the specific role of the song texts. Concepts of intertextuality and interdiscursivity are used for describing implicit and presupposed contents of the texts and, thus, for explaining the cultural significance of the songs.

1. Hintergrund und Fragestellung

Der folgende Artikel befasst sich mit Liedtexten und damit einer Textsorte, der sowohl von Seiten der Literaturwissenschaft als auch der Linguistik bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Gegenstand der Analyse sind nicht hochdeutsche, sondern schweizerdeutsche Lieder, nämlich jene des Schweizer Liedermachers und Lyrikers Mani Matter (1936–1972). Während Mani Matter außerhalb der Schweizer Grenzen kaum wahrgenommen wird, gehört er innerhalb der Schweiz zu den namhaftesten Schweizer Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts (vgl. Hammer 2010: 325). Trotz einer raschen Verbreitung und Popularität der Lieder ab 1965 war damals wohl kaum vorauszusehen, dass Matters Liedern auch vierzig Jahre nach seinem Tod ein derart großes öffentliches Interesse zukommt. So wurde u. a. 2011 sein Werk von Staates wegen zum nationalen Kulturerbe erklärt und in die UNESCO-Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz eingereiht (http://www.lebendige-traditionen.ch/).

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