Show Less
Restricted access

Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Edited By Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
Show Summary Details
Restricted access

Kurze Texte und Kurztexte – transtextuell vernetzt?

Extract



The article asks whether or not the shortness of a text plays a significant role in a texttypological sense. To this end, various examples of texts were examined in terms of their transtextuality and their context dependence. On the basis of this analysis a taxonomy of short texts is suggested, in which the following factors seem particularly relevant: 1) the difference between qualitative-semantic and quantitative-formal dimensions of shortness, and 2) the degree of autonomy that a short text possesses (i.e. the difference between a short text per se, and a ‘shortened’ text).

1. Sind Kurztexte kurze Texte? Eine Annäherung

Die Textlinguistik hat sich in den letzten Jahren immer mal wieder, aber eher zerstreut mit der Kürze von Texten und Phänomenen wie „Kurztexten“ (Rohen 1986), „kurzen Texten“ (Leyhausen 2007), „kleinen Texten“ (Hausendorf 2009) oder „Kleintexten“ (Reiter 2006) beschäftigt. Die Vielfalt der Benennungen zeigt bereits, dass es keine Einhelligkeit darüber gibt, ob und inwiefern es sich hier um eine textlinguistische Kategorie, zum Beispiel um ein definierbares Textmuster oder gar einen eigenen Texttyp, handelt. Noch nicht beantwortet ist also die Frage, ob Kürze eine textsortenkonstitutive, eine texttypologische oder nur eine stilistische Eigenschaft von Texten ist. Hausendorf (2009) zum Beispiel behandelt „kleine Texte“ (z. B. Aufschriften) als „Randerscheinungen von Textualität“, deren Analyse ein Lernen über Textualität verspreche, gerade weil sie „in vielerlei Hinsicht unsere Alltagserwartungen an das, was Texte sind und sein können, in Frage stellen“. Laut Leyhausen (2007:...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.