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Die schönen Insel-Bilderbücher

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Roland Stark

Dieses Buch fußt, abgesehen einmal von den langjährigen Arbeiten des Verfassers zur Geschichte des Kinderbuchs, auf der Auswertung des Siegfried Unseld-Archivs im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Geboten wird ein Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung, den Aufbau und die Inhalte und Themen dieses besonderen Kinderbuchprogramms im Insel Verlag. Herausgestellt werden die Künstler und Autoren dieses Programms, der Verleger Siegfried Unseld und vor allem die Leitfigur Elisabeth Borchers. Verwiesen wird darüber hinaus auf das Verlagssegment des Bilderbuchs, zu dem auch theoretische Überlegungen angestellt werden. Die Wiedergabe zahlreicher Stellungnahmen und Rezeptionsdokumente lässt die wechselvolle Geschichte des Bilderbuchs im Insel Verlag lebendig werden. So entsteht ein Szenario von Zuspruch und Anerkennung, die inhaltliche und künstlerische Qualität der Bilderbücher betreffend. Schließlich wird den Gründen für das Scheitern dieser großartigen Unternehmung nachgegangen. Die vorliegende Publikation fungiert auch als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf.
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Es galt also, anzuknüpfen und weiter zu führen, das Erscheinungsbild in kleinen Schritten zu verändern und ebenso auf alten Namen zu fußen wie neue einzubringen. Mit Walter Schmögner und dem Titel Das Etikettenbuch für Kinder schloss Elisabeth Borchers an eine Erfolgslinie an und erhielt dafür auch uneingeschränkt positive Besprechungen: „Diese hintergründige Geschichte über Maß und Unmaß ist meisterhaft komisch gezeichnet und erzählt - fängt in ihrer vertrackten Abstraktion viel Wirklichkeit ein. An eine Schlußseite mit Etiketten zum Ausschneiden für jüngere Geschwister ist auch gedacht. Allein dieses Buch würde die Gattung Bilderbuch für Schulkinder rechtfertigen.“, schrieb Barbara von Wulffen in der Süddeutschen Zeitung. (Süddeutsche Zeitung 4/72, Insel Archiv) Elisabeth Borchers selbst erinnerte sich an dieses Buch mit der ihr eigenen Wortfindung: „Wenn ich >das Etikettenbuch< nach so vielen Jahren aufs neue betrachte, Seite um Seite, bin ich voll Rührung, des Rühmens und Dankens, wenn ich sehe, auf welch ungewöhnliche, ja extravagante und doch so einfache Weise den Kindern gezeigt wird, daß es nicht nur kleine einfache Etiketten, sondern auch prunkvolle mit zerstörerischem Potential auf dieser Welt gibt.

Und auch hier wieder der Zusammenhalt der Familie, ein Mittel, der Ungerechtigkeit die Stirn zu bieten. Was nicht immer siegreich verläuft, doch oft genug, um es immer wieder zu versuchen.“ (Elisabeth Borchers: Gemeinsame Buch-Zeit in Walter Schmögner Arbeiten 1963–1995, S. 30)

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