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Die schönen Insel-Bilderbücher

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Roland Stark

Dieses Buch fußt, abgesehen einmal von den langjährigen Arbeiten des Verfassers zur Geschichte des Kinderbuchs, auf der Auswertung des Siegfried Unseld-Archivs im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Geboten wird ein Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung, den Aufbau und die Inhalte und Themen dieses besonderen Kinderbuchprogramms im Insel Verlag. Herausgestellt werden die Künstler und Autoren dieses Programms, der Verleger Siegfried Unseld und vor allem die Leitfigur Elisabeth Borchers. Verwiesen wird darüber hinaus auf das Verlagssegment des Bilderbuchs, zu dem auch theoretische Überlegungen angestellt werden. Die Wiedergabe zahlreicher Stellungnahmen und Rezeptionsdokumente lässt die wechselvolle Geschichte des Bilderbuchs im Insel Verlag lebendig werden. So entsteht ein Szenario von Zuspruch und Anerkennung, die inhaltliche und künstlerische Qualität der Bilderbücher betreffend. Schließlich wird den Gründen für das Scheitern dieser großartigen Unternehmung nachgegangen. Die vorliegende Publikation fungiert auch als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf.
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Die zweite Hälfte der 70er Jahre

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Ich höre was, was Du nicht siehst war der erste von mehreren Titeln der Gernhardts bei den Insel Bilderbüchern. Es kam im Jahr seiner Veröffentlichung auf Anhieb unter die 50 schönsten Bücher der Bundesrepublik Deutschland und war vom Verlag voller Mut gleich mit einer Startauflage von 13000 Exemplaren auf den Markt gebracht worden. Dieses Vertrauen sollte sich auszahlen: 1979 erschien das 17. Tausend.

Unterschiedlich zuversichtlich erwies sich die Verlagsleitung bei anderen Neuausgaben. Bei Erna de Vries mit dem Grimmschen Märchen Der Frieder und das Katherlieschen waren es nur 3800 Exemplare. Diese Auflage galt - wie gesagt - auch für den Reprint von Gertrud Caspari Die Sommerreise.

Ähnlich lag die Auflagenzahl bei Christopher und Peregrin und was weiter geschah - nur beim 4. Buch von Wilhelm Schlote im Insel Verlag Heute wünsch ich mir ein Nilpferd, zeigte man sich wieder (mit Recht) mutiger und wagte sich erneut an die 15000 Exemplare. Der Band erhielt den Jugendbuchpreis 1976, und Wilhelm Schlote berichtet in einer Anekdote von der Entstehung dieser Ehrung, die nur dadurch zustande kam, dass nach der überwiegenden Ablehnung der Juroren ein Mitglied dieses Gremiums aufstand und den Kollegen erklärte, es verstünde bei dieser Wertung ganz offenbar überhaupt nichts von Bilderbüchern, den erstaunten Mitjuroren anschließend deutlich machte, was ein Bilderbuch solle und sei und dass dieses Buch genau diese Kriterien erfülle. Es soll darauf hin eine einmütige Zustimmung gegeben haben. (M...

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