Show Less
Restricted access

Von Homer bis Theodosius dem Großen

Sechzehn historische Fiktionen mit Themen der griechischen und römischen Geschichte

Series:

Gunther Gottlieb

Was wäre geschehen, wenn…? Diese Frage wird an zentralen Ereignissen und großen Persönlichkeiten der griechischen und römischen Geschichte bearbeitet, wobei die Einbindung in den jeweils kulturellen Kontext Beachtung findet. Ziel des Buches ist es, Gedankenspiele einzuüben, Argumentationen zu erfinden und zu überprüfen sowie tiefer einzudringen in Pläne, Vorstellungen, Wünsche und Absichten von Einzelpersönlichkeiten oder Gemeinschaften. Die sechzehn Kurzessays verstehen sich als kulturgeschichtlich ausgerichteten Beitrag zur historischen Literatur.
Show Summary Details
Restricted access

Die Griechen verlieren die Seeschlacht von Salamis (480 v. Chr.)

Extract



Salamis 480 v. Chr., die vereinigten Griechen siegreich gegen die persische Flotte – Actium 31 v. Chr., der spätere Kaiser Augustus siegreich gegen M. Antonius, seinen Rivalen um die Vorherrschaft im Römischen Reich – Lepanto 1571, Don Juan de Austria, Admiral der spanischen Flotte, Sieger über die Türken – Seeschlachten, welche Weltgeschichte schrieben. Und jedesmal markierten Abgrenzung und Frontstellung zwischen Asien und Europa, Orient und Abendland den historischen Rahmen.

Athens Sieg über das persische Expeditionsheer bei Marathon 490 v. Chr. sowie die Perserkriege von 481/479 v. Chr., die mit der erfolgreichen Abwehr des persischen Angriffs auf Griechenland endeten und das Ziel der Perserkönige vereitelten, Griechenland zu unterwerfen, abhängig und tributpflichtig zu machen, hatten eine außerordentlich starke Nachwirkung. Sie haben einerseits Athens Aufstieg eingeleitet, seinem Machttrieb und Selbstbewusstsein die ideologische Grundlage gegeben, sie waren anderseits der Hintergrund für das Streben nach innergriechischer Einheit (unter der Führung Athens oder Spartas oder garantiert durch den Machtausgleich beider?), dauerhafter Aussöhnung und Konzentration der Kräfte auf die Abwehr äußerer Gefahren. Immer wieder wurden sie als Widerstand gegen Gefahren aus dem Osten, das heißt Asien, oder, noch nach Jahrhunderten, als Symbol der Freiheit und des heldenhaften Einsatzes für das Vaterland idealisiert, zuletzt mit besonderem Nachdruck und lang anhaltender Wirkung während des Erstarkens des deutschen Nationalstaates sowie im Rahmen der humanistischen Bildung. Als Herodot um 430/420 v. Chr. seine Geschichte der Perserkriege schrieb, hatten jedoch die innergriechischen Gegensätze längst schon...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.