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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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„Quest-ce que la musique?“ Das erste Musiklehrbuch des Pariser Conservatoire: Michael Stegemann

I

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„Quest-ce que la musique?“1Das erste Musiklehrbuch des Pariser Conservatoire

Michael Stegemann

„Tout le monde, excepté les artistes, ne cesse de se plaindre de l‘extrême longueur qu’exige l’étude de la musique avant que de la posséder passablement.“2 Unter den Philosophen und Schriftstellern der Aufklärung war es vor allem Jean-Jacques Rousseau, der sich darum bemühte, die Musik einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht zu erschließen und zu vermitteln. 25 Jahre nach seiner Dissertation sur la musique moderne veröffentlichte er 1768 in Paris den Dictionnaire de Musique, der auf mehr als 600 Seiten das musikalische und musiktheoretische Grundwissen der Zeit zusammenfasst – alphabetisch geordnet von „A […] sixième son de la gamme diatonique et naturelle“3 bis „Za. Syllabe par laquelle on distingue, dans le plain-chant, le si bémol du si nature“4. Rousseaus Ansatz folgt den Artikeln, die er für Denis Diderots Encyclopédie verfasst hatte: Musik als science positive5, als „positive Wissenschaft“ auf der Grundlage der (spät)antiken Theoretiker und ihrer Unterteilung der Musik in eine ‚spekulative‘ (musica theorica) und eine ‚praktische‘ (musica practica) Ebene:

„La musique spéculative est, si on peut parler ainsi, la connaissance de la matière musicale. […] La musique pratique est celle qui enseigne comment les principes de la speculative peuvent être appliqués“6.

Doch so oft auch bei Rousseau oder in der Encyclopédie von „étude“ oder „enseigne[ment]“ die Rede ist – die Texte...

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