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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Edited By Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Alles nur Theater? Perspektiven einer ‚Musikpädagogik des Performativen‘: Martina Krause-Benz

1) Performativität – das Performative

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Alles nur Theater?

Perspektiven einer ‚Musikpädagogik des Performativen‘

Martina Krause-Benz

Dieser Beitrag bewegt sich im Kontext der Überlegungen zur musikpädagogischen Relevanz von Performativität, welche die Autorin in Ansätzen und insbesondere auf den Bereich des Musikmachens bezogen angestellt hat.1

Im vorliegenden Text wird jedoch nicht ein bestimmter Aspekt vor dem Hintergrund des Performativen diskutiert, sondern schulischer Musikunterricht als Gesamtzusammenhang in den Blick genommen. Ausgehend von der These, dass schulischer Musikunterricht als eine spezifische Form von (Unterrichts-) Praxis eine gewisse „Theaterähnlichkeit“2 aufweist und somit als ‚performativ‘ bezeichnet werden kann, sollen zentrale Aspekte des Musikunterrichts, die in besonderer Weise die Grundzüge des Performativen verdeutlichen, herausgearbeitet werden.

Ziel ist dabei nicht nur eine Darstellung der Performativität des Musikunterrichts auf deskriptiver Ebene. Vielmehr soll auf dieser Basis gezeigt werden, dass das „Paradigma des Performativen“3 fruchtbringend in den musikpädagogischen Diskurs eingebracht werden kann, einmal um als Instrumentarium für die Erforschung musikunterrichtsspezifischer Handlungszusammenhänge zu dienen, andererseits aber auch, um das musikalisch-ästhetische Bildungspotential des Musikunterrichts zu begründen und diesen damit zu legitimieren.

Innerhalb des vorliegenden Textes kann dies freilich nur ansatzweise geschehen. Daher wird in Bezug auf die Theaterähnlichkeit des Musikunterrichts der Fokus auf den Aspekt der Ereignishaftigkeit gerichtet, welcher notwendigerweise weitere Aspekte von Performativität impliziert. Die Verdichtung der Thesen zu einer in sich schlüssigen Konzeption einer Musikpädagogik des Performativen würde jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen....

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