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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Edited By Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Zur Rolle des Weiblichen in der Performance-Art des 20. Jahrhunderts – dargestellt an Werken von Yves Klein und Laurie Anderson: Erika Funk-Hennigs

Was bedeutet „Performance-Art“?

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Zur Rolle des Weiblichen in der Performance-Art des 20. Jahrhunderts – dargestellt an Werken von Yves Klein und Laurie Anderson

Erika Funk-Hennigs

Wie unterschiedlich mit der Rolle des Weiblichen in der Avantgarde-Kunst des 20. Jahrhunderts umgegangen worden ist, soll an der Arbeit zweier KünstlerInnen festgemacht werden, die die ‚Performance-Kunst‘ als Ausgangspunkt ihres künstlerischen Denkens und Handelns genommen haben. Es handelt sich zum einen um den Franzosen Yves Klein, der Ende der 1950er und zu Beginn der 1960er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit einem Teil seiner Arbeiten die künstlerische Stilrichtung der Performance eingeläutet hat, zum anderen um die Amerikanerin Laurie Anderson, die in den 1980er und 1990er Jahren die Weiterentwicklung der ‚Performance-Art‘ aufgegriffen, mitgestaltet und verändert hat. Angesichts der Tatsache, dass die feministische Wissenschaft mit ihren Genderstudien seit den 1970er Jahren in den verschiedensten Disziplinen Fuß fasste und patriarchalisch ausgerichtete Denkweisen entlarvte, kommt hier die Frage auf, ob sich dadurch der Zugriff auf die Rolle des Weiblichen verändert hat und wenn ja, in welche Richtung. Bevor diese Überlegungen diskutiert werden, erfolgt ein kurzer Einblick in die Entwicklung der ‚Performance-Art‘, deren unterschiedliche Ausrichtungen und Zielsetzungen.

Das Wort ‚Performance‘ kam in den frühen 1970er Jahren aus den USA nach Europa. Es bezeichnet die Aktion eines bildenden Künstlers, eine bestimmte Handlungsweise, eine Technik. Der ihr innewohnende Prozesscharakter verdeutlicht, dass es sich oft nicht mehr um eine abgeschlossene künstlerische Arbeit handelt, sondern der Schwerpunkt des Handlungsablaufes auf der Interaktion zwischen dem...

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