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Bilinguale Module in der Grundschule

Integriertes Inhalts- und Sprachlernen im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur

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Sabrina Bechler

Bilinguale Module können, neben dem gewöhnlich nur zweistündigen Englischunterricht in der Grundschule, zusätzlichen Kontakt zur englischen Sprache ermöglichen. In dieser Arbeit werden Argumente für ihre Erteilung erörtert sowie der Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur (MeNuK), der Heimat- und Sachunterricht, Musik, Bildende Kunst und Textiles Werken vereint, auf seine Eignung für bilinguales Lehren und Lernen geprüft. Anhand von Unterrichtsbeobachtungen, Leitfadeninterviews mit SchülerInnen und Lehrkräften sowie der Analyse von Unterrichtsmaterialien werden Chancen und Grenzen bilingualer MeNuK-Module aufgezeigt. Davon ausgehend werden Überlegungen zur Durchführung und Weiterentwicklung angestellt. Ein Modell legt dar, wie bilinguale Module in der Praxis umgesetzt werden können.
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Vorwort

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Sprachenlernen/ Language Learning ist das Bindeglied, das die naturwissenschaftliche Forschung der Psycholinguistik und die anwendungsorientierte Forschung der Fremdsprachendidaktik zusammenführt. Lange Zeit wurden die Disziplinen getrennt voneinander behandelt und die Betonung lag auf den disparaten Anteilen der beiden Gebiete. Vergleichbar zur Annäherung der Begriffe „Spracherwerb“ und „Sprachenlernen“ (language acquisition und language learning) ist jedoch seit einigen Jahren eine Annäherung der Psycholinguistik und der Fremdsprachendidaktik zu beobachten. Während die Psycholinguistik den schulischen Kontext des Spracherwerbs stärker beachtet, ist aus der Fremdsprachendidaktik die empirische Forschung nicht mehr wegzudenken, die linguistische Phänomene der Interaktion im Klassenzimmer beleuchtet.

Mit der Reihe „Inquiries in Language Learning. Forschungen zu Psycholinguistik und Fremdsprachendidaktik“ wollen wir dieser Entwicklung Rechnung tragen. Da die Schnittstelle der beiden Forschungsgebiete, die durch die Reihe bedient wird, naturgemäß eine hohe Interdisziplinarität aufweist, strahlt ihre Relevanz in unterschiedliche Richtungen aus: Einerseits braucht guter Fremdsprachenunterricht Lehrkräfte, deren methodisch-didaktische Entscheidungen auf detaillierter Kenntnis spracherwerbstheoretischer Aspekte beruhen. Das Schreiben von Lehrbüchern für den Fremdsprachenunterricht muss auf einer soliden empirischen Basis geschehen. Andererseits bedarf die Interpretation psycholinguistischer Daten der Vertrautheit mit Unterrichtsabläufen und den Ritualen, die Vermittlungsprozesse prägen. Das Entwerfen eines psycholinguistischen Forschungsdesigns muss unterrichtstechnische Aspekte einbeziehen, um letztlich authentische Ergebnisse abbilden zu können.

Mit der Gesamtschau unserer Arbeitsbereiche hoffen wir dem Ineinandergreifen und den Verschränkungen von psycholinguistischen Grundlagen und fachdidaktischen Weiterentwicklungen, von Theorien und Methoden sowie von Forschung und Praxis gerecht werden zu können.

Christiane...

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