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Zugänge zum Text

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Edited By Péter Bassola, Ewa Drewnowska-Vargáné, Tamás Kispál and János Németh

Textbezogene Forschungsfragen werden im Spannungsfeld von unterschiedlichen sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen, wie z. B. Grammatik, Pragmalinguistik, kognitive Linguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte, Kontrastive Linguistik, Kontrastive Textologie, Text- und Diskurslinguistik, Textdidaktik, Bildlinguistik und Übersetzungstheorien in den einzelnen Beiträgen dieses Bandes behandelt und diskutiert. Eine solche Ausrichtung bedeutet bereits innerhalb der Sprachwissenschaft eine gegenseitige interdisziplinäre Bereicherung, welche durch das Heranziehen der germanistischen Literaturwissenschaft und der Rechtswissenschaft an die Diskussion um diverse Text-Fragen für die moderne Textforschung nur von Gewinn sein kann. Demzufolge sind hier über das engere sprachwissenschaftliche Fachgebiet hinaus literatur- und rechtswissenschaftliche Beiträge ebenfalls vertreten.
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Einleitung zum Podiumsgespräch über „Zugänge zum Text“

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Die bisherigen Beiträge zu diesem Kolleg haben wieder einmal deutlich gemacht, wie weit und aspektreich der Gegenstandsbereich all dessen ist, was sich unter der Bezeichnung Text subsumieren lässt: von der knappen Aufforderung Komm bis beispielsweise zu Thomas Manns Roman Josef und seine Brüder auf fast 2000 Druckseiten oder gar Marcel Prousts A la recherche du temps perdu, von der Aufschrift auf dem Schild eines Zahnarztes bis zum Schlussplädoyer eines Staatsanwalts, von den graphematischen Eigenschaften eines Briefs bis zu den Intonationskonturen eines Streitgesprächs. Wir fünf hier auf dem Podium werden erst gar nicht versuchen, in bloß anderthalb Stunden die Fülle und Vielfalt des Phänomenbereichs ‚Text‘, so wie er in den vielen Vorträgen präsentiert wurde, unter einen Hut zu bringen. Das heißt: erwarten Sie bitte kein Resümee oder eine Konklusion aus der gesamten bisherigen Tagung. In der Hoffnung, zumindest das eine oder andere bisher diskutierte Motiv wieder aufnehmen zu können, möchten wir uns darauf beschränken, das uns gestellte Thema „Zugänge zum Text“ in einer seiner möglichen Lesarten arbeitsteilig zu behandeln. Das heißt, wir wollen einander und damit auch den anderen Tagungsteilnehmern kurz über den Umgang mit geschriebenen Texten berichten, wie er für die Literaturwissenschaft, die Rechtswissenschaft und die Linguistik charakteristisch ist. Dabei werden wir besonders auf die Rezipienten von geschriebenen Texten eingehen. Zum Ablauf vielleicht so viel: Jeder von uns wird zunächst kurz aus der Sicht seines Fachs auf das...

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