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Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

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Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
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Die Konzepte ‚Interkulturalität‘ und ‚Transkulturalität‘ haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten sowohl in der Germanistik als auch in anderen wissenschaftlichen Fachdisziplinen zu regen Forschungsaktivitäten geführt. Fast unüberschaubar ist seither die Fülle der zu verzeichnenden Publikationen, die sich etwa aus historischer, empirischer, ästhetischer oder theoretischer Perspektive mit ihnen und damit zusammenhängenden Phänomenen befassen. Die Konjunktur beider Konzepte scheint dabei trotz der zuweilen energisch verfolgten Abgrenzungsversuche bis heute ungebrochen, überblickt man allein die Veröffentlichungen der jüngsten Vergangenheit.

Dass Interkulturalität und Transkulturalität derart hoch im Kurs stehen, lässt sich sicherlich nicht ohne Bezugnahme auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen erklären. So ermöglichen die Konzepte Inter- und Transkulturalität Phänomene in den Blick zu nehmen und beschreibbar zu machen, die sich beispielsweise im Zuge der gesellschaftlichen Transformationsprozesse im Zeichen weltweiter Migration und Globalisierung zeigen. In Deutschland und Europa wird die Vorstellung eines friedvollen Miteinanders in Vielfalt gegenwärtig durch islamistischen Terror konterkariert, der rechtspopulistische Strömungen und Sorgen um den Untergang der abendländisch-westlichen Kultur zu nähren weiß. Wie wenig dabei zwischen Islamismus, der wie jede Form des Terrors zu missbilligen ist, und friedlichem Islam unterschieden wird, ja wie soziale zu kulturellen resp. religiösen Konflikten umgedeutet werden, zeigen die jüngsten Debatten im Anschluss an die Ereignisse um das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo einmal mehr. Leider tritt damit auf höchst unerfreuliche Weise auch zutage, wie die soziale Konstruktion des Anderen sowie die...

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