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Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

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Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
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Culture-Clash-Komödien im Literaturunterricht der Sekundarstufen

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Culture-Clash-Komödien

Der Begriff Culture-Clash-Komödie bezeichnet eine Filmkomödie, die die Begegnung oder auch den Zusammenprall verschiedener Kulturen satirisch überzeichnet oder grotesk verfremdet darstellt. Wie in der Komödie allgemein basiert die Komik auf Ungereimtheiten oder Missverhältnissen, auf der Diskrepanz zwischen Schein und Sein von Personen, Situationen, Ereignissen und Äußerungen. Dabei ist die gängige Unterscheidung zwischen Situationskomik (wenn Figuren durch eine merkwürdige Verkettung von Umständen in eine komische Lage geraten), Figurenkomik (wenn Eigenschaften oder Verhaltensweisen übertrieben und lächerlich darstellt werden) und Typenkomik (wenn menschliche Schwächen z. B. durch ihre Isolierung verspottet werden) für Culture-Clash-Komödien spezifiziert worden. In der Culture-Clash-Komödie basiert die Situationskomik in der Regel auf interkulturellen Missverständnissen, weil die Äußerungsformen der je anderen Kultur unbekannt sind, ignoriert oder missachtet werden. Typenkomik bezieht sich nicht auf allgemein-menschliche Schwächen, sondern auf kulturelle Besonderheiten und basiert in der Regel auf Stereotypen. Das gilt auch für die Figurenkomik, denn die Figuren verkörpern kulturelle, in der Regel klischeehaft gezeichnete Eigenschaften oder Verhaltensweisen. Um der Gefahr der Kulturalisierung zu entgehen und die innere Heterogenität und Dynamik von Kulturen darzustellen, werden in aktuellen Culture-Clash-Komödien die Kulturen nicht durch eine, sondern durch mehrere Figuren repräsentiert.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das, was als komisch empfunden wird, kulturell geprägt ist und kulturelle Reflexionsfähigkeit voraussetzt. In meinen Seminaren zeigt sich immer wieder, dass nur Studierende mit dem entsprechenden Hintergrund Anspielungen als...

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