Show Less
Restricted access

Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

Series:

Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
Show Summary Details
Restricted access

Die Simpsons: Differenzen in der gelben Welt. Einblicke in interkulturelle Konstellationen und Konflikte

Extract



Die Simpsons – Die (wohl) erfolgreichste Fernsehfamilie der Welt

Die US-amerikanische Zeichentrick-Serie Die Simpsons, die seit 1989 fortlaufend produziert wird,1 hat nicht nur längst weltweit Kultstatus erworben, sie ist auch ein herausragendes Beispiel für die Verhandlung interkultureller Themen in einem pop(ulär)kulturellen und massenmedial verbreiteten Format. Und dies gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen stehen Die Simpsons für ein mediales Ereignis, das in der sich zunehmend globalisierenden Medienwelt trotz und/oder wegen zahlreicher interkultureller sowie intertextueller Referenzen gerade auch jenseits der Herkunftskultur verstehbar ist – und zugleich in teils böse-ironischer Weise deren Funktionieren dekuvriert. Und zum anderen ist das Simpsons-Universum in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Springfield selbst durch zahlreiche, sich teils überlagernde interkulturelle Konstellationen gekennzeichnet, die entweder beiläufig verhandelt werden oder aber im thematischen Zentrum einzelner Episoden stehen. In didaktischer Perspektive sind die Geschichten um die Familie Simpson daher an ertragreichen Schnittstellen zwischen literarischem und medialem Lernen, zwischen Erschließen der Spezifika serieller Narration und der Verhandlung von interkulturellen Gemengelagen angesiedelt. – Dies ist im Übrigen nur ein denkbarer didaktischer Nutzungskontext der TV-Serie, denn beispielsweise die Politik-, Religions-, Philosophie- oder Fremdsprachdidaktiken haben die gelbe Familie schon lange entdeckt und für den Unterricht erschlossen (vgl. bspw. Singh 2013, Waltonen/Du Vernay 2010, Zerweck 2009, Klager 2009). ← 239 | 240 →

Ein (deutsches) Missverständnis und seine Folgen

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.