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Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

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Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
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„Reflecting Absence“. Der 11. September als (transkultureller) Ausgangspunkt filmischer Reflexionen über die (Un-)Möglichkeiten von Erkenntnis und Erinnerung

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Am 15. Mai 2014 wurde das „National September 11 Memorial and Museum“, das Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York, von Präsident Barack Obama eingeweiht. Das Mahnmal steht an jener Stelle, an der sich früher die Zwillingstürme des World Trade Centers befanden und besteht aus zwei großen Becken mit Wasserfällen. Unter den Becken, hinter dem Wasserfall-Vorhang, befinden sich zwei Gedenkräume und ein Museum. Die Gedenkstätte trägt den Namen „Reflecting Absence“, ein Name der sowohl zum Nachdenken und zur Aufarbeitung der Abwesenheit aufruft, als auch die unfüllbare Leere, den unwiederbringlichen Verlust, in den unendlichen Spiegelungen der Wasserfälle reflektiert. Die Ästhetik des Mahnmals bietet eine mögliche Form der Darstellung an, die nicht nur auf verschiedene Art und Weise gedeutet werden kann, sondern sich in das mehrstimmige Feld des kollektiven Gedächtnisses einer Gesellschaft, hier der amerikanischen, einschreibt.

Aber nicht nur Gedenkstätte und Denkmäler, sondern auch weitere „Erinnerungsorte“ (lieux de mémoire) wie etwa Filme und literarische Werke stellen diverse Narrative über die Vergangenheit für die Gesellschaft bereit, die sich durch solche und ähnliche Repräsentationen der eigenen Identität und Vergangenheit mit ihren ruhmreichen oder eben leidvollen Geschichten bewusst werden kann. Die Kurzfilme, die im folgenden Beitrag näher untersucht werden, thematisieren ebenfalls eine durch die Ereignisse des 11. Septembers hervorgerufene Absenz und treten auf eine besondere Weise mit dem Motto der Gedenkstätte Reflecting...

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