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Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

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Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
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„Der Blick von außen“ – nationale Identitätskonstruktion im interkulturellen Diskurs am Beispiel von Srđan Dragojevićs Parada

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1. Lehr- und lerndidaktischer Rahmen

Der organisatorische Rahmen der dem Beitrag zugrunde liegenden Kooperation bestand in einem im Sommersemester 2014 stattfindenden Kooperationsseminar mit Studierenden der Germanistikabteilung an der Philosophischen Fakultät der J.J.-Stroßmayer-Universität (Kroatien) und des Instituts für Germanistik der Universität Gießen (Deutschland). Den virtuell-medialen Rahmen der Kooperation bildete eine Moodle-Installation, auf der weiterführende Sachtexte und das Aufgabenmaterial (Wikis, Foren, Datenbanken, texterschließende Fragen) angeboten wurden. An der Kooperation nahmen insgesamt 47 Studierende teil, 26 aus Deutschland und 21 aus Kroatien, die von drei Lehrbeauftragten betreut wurden. Um eventuelle Sprachprobleme auszuschließen, wurden auf der kroatischen Seite Studierende des 8. Semesters in die Zusammenarbeit eingebunden. Die Studierenden arbeiteten stets in national gemischten Teams. Fragen, die während der Team-Sitzungen entstanden, konnten in speziellen Team-Chaträumen besprochen werden.

Durch die Arbeit in national gemischten Gruppen waren die Studierenden fortwährend mit der „anderen“ kulturellen Sichtweise konfrontiert. Dieser „Blick von außen“ wurde als eine dialogisch-kommunikative Betrachtungsweise des Films inszeniert und sollte zu einem tieferen Verstehen nationaler Identitätskonstrukte führen, wie sie in dem Film Parada stereotypisierend vorgestellt werden. Dementsprechend wurde die Eigenperspektive der kroatischen Studenten mit dem „Blick von außen“ der deutschen Studierenden konfrontiert und umgekehrt. Erst die Wahrnehmung und das Verstehen des „Blicks von außen“ ermöglicht einen angemessenen Perspektivenwechsel und das Nachvollziehen kultureller Kontexte.

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