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Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

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Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
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Inter-, Transkulturalität und Literaturdidaktik. Einführender Forschungsüberblick

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Interkulturalität1 ist zu einem vorherrschenden Paradigma zumindest der Fachdidaktiken avanciert, die letztlich mit geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichem Anspruch dazu beitragen, dass Schüler/innen ein Verständnis für das Fremde und Fremdheit vermittelt wird und sie damit für ein Leben in postnationalen Konstellationen vorbereitet werden – dazu zählt neben den Fächern Erdkunde, Religion, Philosophie, Sozialwissenschaften und den Fremdsprachen vor allem auch das Fach Deutsch. Akzeptiert man die derzeitige Dreiteilung des Faches in Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik, scheinen deren Aufgabenbereiche bezüglich des interkulturellen Lernens auf den ersten Blick klar bemessen: Der Sprachdidaktik fällt der gewichtige Teil der Vermittlung von Lese- und Sprachkompetenzen zu (sie nutzt daher produktiv die Übergangsbereiche zum DaZ-/DaF-Unterricht), die Mediendidaktik kann an das Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund2 gleichermaßen anknüpfen und sie in die sie umgebende Informationslandschaft reflektiert einführen. Eine Literaturdidaktik jedoch, die sich nach wie vor auch durch ihre Geschichte und Entstehung mit und aus der deutschen Philologie, später der Literaturwissenschaft definiert, indem sie einerseits deren Methoden teilt, andererseits die Aufgabe der kulturellen Tradierung ihrer Werte vornimmt, hat ein zentrales Problem durch den Stellenwert des nationalen Erbes, das sie auch verwaltet. Wo selbiges auf eine polyglotte und hybride Gesellschaft trifft, die sich von vorneherein als Bestandteil immer schon globaler settings versteht, existieren Konfliktbereiche und Reibungsflächen zwischen den berechtigten Bedürfnissen der Gegenwart, die auf Unmittelbarkeit und die Leistungserwartungen durchökonomisierter Arbeitsmärkte setzt, und dem Anspruch historischer und literarischer Bildung, die nach...

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