Show Less
Restricted access

Interkulturalität und Transkulturalität in Drama, Theater und Film

Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven

Series:

Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Benjamin Walter

Inwiefern spielen inter- und transkulturelle Phänomene in Drama, Theater und Film eine Rolle und welche Funktionen nehmen sie dort ein? Diesen Fragen gehen die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Beiträge des vorliegenden Bandes nach. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden im Rahmen von Grundlagenbeiträgen die Konzepte von Inter- und Transkulturalität verhandelt sowie Drama/Theater und Film in inter- und transkultureller Perspektive sowohl literaturwissenschaftlich als auch -didaktisch beleuchtet. Der zweite und dritte Teil widmen sich spezifischen Beispielen aus den Bereichen Drama und Theater sowie Film. Hier werden einzelne (mediale) «Texte» analysiert und konkrete Vorschläge für deren Einbezug in den Deutschunterricht gemacht.
Show Summary Details
Restricted access

Inter- und Transkulturalität in Drama und Theater

Extract



Was auf der Bühne zu sehen ist, nicht als Handlung der Personen, sondern als Beziehung zwischen allen theaterästhetischen Elementen einer künstlerisch gelungenen Inszenierung, die von einer Gruppe in gemeinsamer Kreativität produziert wird: das ist immer ein Stück Vor-Schein eines gesellschaftlichen und interkulturellen Miteinanders, bei dem Andersheit und Diversität nicht Störfaktoren, sondern menschliche Produktivkräfte sind. (Mecklenburg 2008, S. 303)

Einführende Bemerkungen

Der Anspruch, sich mit Inter- und Transkulturalität in Drama und Theater zu befassen, stellt Didaktiker/innen vor Herausforderungen: Erstens haben sie es mit einem heterogenen Begriffsfeld zu tun und zweitens sehen sie sich mit einem nicht minder komplexen Theoriegebäude konfrontiert. So tritt neben die Literaturdidaktik und (interkulturelle) Literaturwissenschaft als genuine Bezugswissenschaften mindestens noch die Theaterwissenschaft als wichtige Disziplin hinzu. Mit ihrer Rezeption muss ein ‚Theorie- und Methodenimport‘ bewältigt werden, der aus unserer Sicht jedoch notwendig erscheint, um das breite Repertoire an Inszenierungen und Aufführungen theatersemiotisch adäquat untersuchen und diese als gleichwertige Kunstform neben dem dramatischen Text angemessen würdigen zu können. Auch wenn die „Vorstellung von der Unauflöslichkeit des dramatischen Textes mit seiner Performanz“ (Denk/Möbius 2008, S. 10) sowie die Einsicht, dass beide, Drama und Theater, zwei Seiten einer Medaille darstellen, in der Literaturdidaktik nicht neu sind,1 scheint die pädagogische Praxis noch immer von einem textorientierten Zugriff auf die Gattung dominiert zu sein.2 ← 43 | 44 →

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.