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Literalität und Partizipation

Über schriftsprachliche Voraussetzungen demokratischer Teilhabe

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Edited By Demokratie-Stiftung der

Die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln veranstaltete im März 2012 in Kooperation mit der Demokratie-Stiftung eine internationale Fachtagung zum Thema Literalität und Partizipation, um einen aktiven Austausch verschiedener Akteure der (politischen) Grundbildung und ihrer Perspektiven zu ermöglichen. Das Anliegen der Veranstaltung war, die Bedeutung schriftsprachlicher Grundbildung für die aktive Teilhabe am gesellschaftlich-demokratischen Prozess herauszuarbeiten. Migration und kulturelle Heterogenität wurden mit Blick auf das herrschende Verständnis von Grundbildung und ziviler Teilhabekompetenz reflektiert. Hierauf folgte die Erörterung von Zielfiguren und didaktischen Konsequenzen für die politische Bildung.
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Literalität. Sprache, Partizipation.

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Professor Dr. Hans-Joachim Roth,Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät an der Universtität zu Köln

Meine Damen und Herren, lieber Herr Kanzler, lieber Herr Neyses, lieber Herr Künzel.

Als ich die Anfrage bekam, als Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät hier zur Begrüßung nicht nur „Hallo“ und „einen schönen Tag“, sondern vielleicht auch ein paar inhaltliche Dinge zu sagen, die vielleicht aus der Sicht unserer Fakultät, aber auch ein wenig aus dem Bereich meines eigenen Arbeitsgebietes ganz gut dazu passen, habe ich gerne zugesagt. Denn es ist eine ganz wesentliche Thematik, die hier aufgegriffen worden ist: Die Frage der Literalität nicht nur im Sinne von Alphabetisierung, wie man es früher verstanden hat, sondern eben in einem umfassenderen Sinne aufzugreifen – bzw. sogar in einem grundsätzlichen Sinne aufzugreifen. Denn man kann den Abstracts der verschiedenen Beiträge ganz gut entnehmen, dass grundsätzliche Fragen gestellt und diskutiert werden sollen.

Ich halte dieses Thema für wichtig, und es ist vielleicht sogar eines der ganz zentral wichtigen Themen der modernen oder postmodernen Gesellschaft. Eine solche Veranstaltung zeigt auch, dass man die Diskussion über die gesellschaftliche Bedeutung von Literalität als Bildung nicht nur solchen Unternehmen wie PISA überlässt, die Autorinnen und Autoren hatten dieses Thema unter dem Begriff der Grundbildung versucht aufzugreifen. Dies ist sehr wichtig, aber natürlich zum einen sehr stark eingebettet in ökonomische Aspekte, in eine bestimmte Funktionalität eines Bildungssystems eingepasst und sehr...

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