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Stimmen hinter der Tür

Übersetzen des polyphonen Romans «A Prisioneira de Emily Dickinson» in Projektarbeit

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Edited By Anne Burgert and Ângela Maria Pereira Nunes

Im Rahmen eines innovativen Lehrprojektes der Johannes Gutenberg-Universität Mainz übersetzten Studierende des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim den Roman A Prisioneira de Emily Dickinson von Ana Nobre de Gusmão ins Deutsche. Die Übersetzung erschien 2013 unter dem Titel Die Gefangene von Emily Dickinson im Weidle Verlag. Erzähltechnisch erinnert die Romanstruktur an das Öffnen und Schließen von Türen: Türen, hinter denen Stimmen hervortreten und wieder verschwinden. Die in diesem Sammelband dokumentierte Reflexion über die Projekterfahrungen knüpft an die Polyphonie des Romans und an das methodisch-didaktische Erarbeiten einer Übersetzerstimme an. Der Band dient der Darstellung der Konzeption des Lehrprojektes und der hieraus gewonnenen Erkenntnisse und leistet somit einen Beitrag zur Translationswissenschaft.
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Vergleich ausgewählter Übersetzungsmöglichkeiten für Ana Nobre de Gusmãos Romane Delito sem Corpo und A Prisioneira de Emily Dickinson ins Deutsche

Extract

Tiina Rintamäki

Abstract

Oftmals verkennt man als Übersetzer die Wichtigkeit, nicht nur die Lektüre des zu bearbeitenden Ausgangstextes (im Folgenden AT) und des anzufertigenden Zieltextes (im Folgenden ZT) zu berücksichtigen, sondern diese ebenso mit bereits vorhandenen AT desselben Autors und bereits erschienenen ZT in Einklang zu bringen. Denn nicht selten gelangt der ZT-Leser zu dem Schluss, der Autor des AT habe seinen Stil geändert, obwohl nur ein anderer Übersetzer tätig war. Um diesen Missverständnissen vorzubeugen, soll im Folgenden ein Einblick in spezifische Übersetzungsergebnisse, die aus verschiedenen Gründen nennenswert und diskussionsbedürftig sind, gegeben werden. Behandelt werden hierbei der AT Delito sem Corpo sowie der ZT, d.h. die deutsche Fassung Spiegel der Angst, in Kontrast zu vergleichbaren Passagen aus dem AT A Prisioneira de Emily Dickinson und ausgesuchten Übersetzungsmöglichkeiten, die am FTSK im Rahmen eines innovativen Lehrprojekts im Laufe des Wintersemesters 2011/2012 sowie in der vorlesungsfreien Zeit entstanden und gegebenenfalls im dazugehörigen Workshop im April 2012 überarbeitet wurden. Dabei sollen sowohl Ungleichheiten zwischen den gewählten Übersetzungen aufgedeckt, als auch auf ihre Problematik verwiesen werden. Der Fokus liegt folglich weniger auf kulturwissenschaftlichen Besonderheiten, die insbesondere für A Prisioneira de Emily Dickinson nicht minder ausschlaggebend sind, da sie den Rahmen der vorliegenden Arbeit übersteigen würden. Vielmehr wird auf allgemeinrelevante Fragen der Translationswissenschaft eingegangen, um eine weitere Qualitätssicherung im Übersetzungsprozess von A Prisioneira de Emily Dickinson im Besonderen und letztlich für andere Werke im Allgemeinen zu...

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