Show Less
Restricted access

Sprachlernberatung – Sprachlerncoaching

Unter Mitarbeit von Claudia-Elfriede Oechel-Metzner

Series:

Annette Berndt and Ruth-Ulrike Deutschmann

Die Beiträge der Anthologie Sprachlernberatung – Sprachlerncoaching aus der Reihe Fremdsprachen lebenslang lernen richten sich sowohl an Praktiker als auch Theoretiker aller Fremdsprachendidaktiken. Es werden theoretische, definitorische, konzeptionelle und forschungsmethodologische Aspekte behandelt und kritisch diskutiert. Die thematische Bandbreite reicht von der klassischen Sprachlernberatung über Formen der Beratung für spezielle Lernergruppen bis hin zum systemisch-konstruktivistischen Sprachlern-Coaching. Zudem werden unterschiedliche Settings aus der Praxis der Sprachlernberatung vorgestellt.
Show Summary Details
Restricted access

Sprachlernberatung beim Aufbau von fremdsprachlicher Kompetenz

Extract



Der vorliegende Beitrag leitet von Vorüberlegungen hinsichtlich Verfahren in der Fremdsprachen(erwerbs)forschung zur Frage über, inwieweit die Sprachlernberatung methodisch Lernprozesse erfassen kann. Dabei werden mit Rückgriff auf dynamische Systemtheorien die Kategorien „dynamisch“ und „statisch“ eingeführt und daran das Potenzial und die Grenzen eines solchen Einsatzes diskutiert sowie anschließend anhand von zwei Fallbeispielen exemplifiziert. Die Abhandlung stützt sich auf eine empirische Untersuchung mit italienischen Deutschlernenden am Goethe-Institut Palermo im Kursjahr 2010/2011, die auf eine Erhebung von Kompetenzentwicklung im Zusammenspiel mit Bewusstsein beim unterrichtlichen Lernen von Deutsch als Fremdsprache zielte.

1. (Vor)Überlegungen zu Verfahren in der Fremdsprachen-(erwerbs)forschung

Beim Fremdsprachenlernen mischen sich beobachtbare und nicht-beobachtbare Prozesse, von denen auf das Lernresultat mit einem unterschiedlichen Grad von Sicherheit geschlossen werden kann. Dieser berechnet sich darüber, wie genau die im Lernverlauf wirkenden vielfältigen interagierenden Faktoren erfasst werden können und wie gut es gelingt, das Lernergebnis dazu in Beziehung zu setzen (Riemer 2007: 450; vgl. auch Norris & Ortega 2003: 729). Dennoch haftet jedem Untersuchungsergebnis etwas Prekäres an, wie dynamische Systemtheorien in den letzten Jahren zunehmend deutlich gemacht haben (u.a. de Bot, Lowie & Verspoor 2005: 14ff.; Dörnyei 2009: 99ff.; Ellis 2008; Thelen & Bates 2003: 388; zum Selbstkonzept als dynamischem Konstrukt vgl. Holder 2005: 36, 57). Beschreiben lassen sie sich einmal über ihre Nicht-Linearität und die Selbstorganisation (vgl. Dörnyei 2009: 105; van Geert 2008: 188), in der sich die Einzelteile ständig neu...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.