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Sprachlernberatung – Sprachlerncoaching

Unter Mitarbeit von Claudia-Elfriede Oechel-Metzner

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Edited By Annette Berndt and Ruth-Ulrike Deutschmann

Die Beiträge der Anthologie Sprachlernberatung – Sprachlerncoaching aus der Reihe Fremdsprachen lebenslang lernen richten sich sowohl an Praktiker als auch Theoretiker aller Fremdsprachendidaktiken. Es werden theoretische, definitorische, konzeptionelle und forschungsmethodologische Aspekte behandelt und kritisch diskutiert. Die thematische Bandbreite reicht von der klassischen Sprachlernberatung über Formen der Beratung für spezielle Lernergruppen bis hin zum systemisch-konstruktivistischen Sprachlern-Coaching. Zudem werden unterschiedliche Settings aus der Praxis der Sprachlernberatung vorgestellt.
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Peergruppen-Beratung im Lernkontext Teletandem

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In diesem Beitrag geht es um die Erfahrungen mit Sprachlernberatung in Peergruppen innerhalb eines deutsch-brasilianischen Tandemprojekts mit synchroner Interaktion über das Internet, dem so genannten Teletandem. Die Sprachlernberatung fand parallel zum kursunabhängigen Teletandem über ein Semester lang mit 15 brasilianischen Deutschstudierenden an einer Hochschule in Brasilien statt. Nach der theoretischen Einbettung der Untersuchung werden die Durchführung des Projekts und speziell die Sprachlernberatung beschrieben sowie Vor- und Nachteile der gewählten Form der Sprachlernberatung – der Peergruppen-Beratung – diskutiert.

1. Theoretischer Rahmen

Wenn man von Sprachlernberatung und dem Fremdsprachenlernen im Tandem spricht, wird im selben Atemzug normalerweise auch die Lernerautonomie oder das selbstgesteuerte Lernen genannt. Aufgrund der bereits existierenden vielfältigen Erläuterungen des Zusammenspiels von Sprachlernberatung, Tandemlernen und selbstgesteuertem Lernen (vgl. Brammerts 2006; Little 2005; Luz 2009; Schmelter 2004) möchte ich in meinem Beitrag1 das Thema nur kurz streifen, indem ich die wichtigsten, dem Projekt zugrundeliegenden Prämissen zusammenfasse und dann direkt zum Lernen im Teletandem übergehe, einem Lernkontext, der die Autonomie als eines seiner Prinzipien ausweist. Unter Lernerautonomie versteht man die Fähigkeit eines Lerners, seinen Lernprozess selbst zu steuern (vgl. Holec 1981). Der Lerner nimmt das Lernen dann selbst in die Hand, wenn er Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt. Das bedeutet konkret, dass der autonome Lerner Ziele bestimmt, Lerninhalte und Lernfortschritte definiert, Methoden und umzusetzende Techniken auswählt, den Verlauf des eigenen Lernprozesses überwacht und danach evaluiert und ggf. wieder neu anpasst. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass Lerner...

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