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Elterliche Sorge im deutschen und im polnischen Recht mit dem Schwerpunkt der Rechtslage bei nicht miteinander verheirateten Eltern

Magdalena Dittmann

Das Urteil des EGMR vom 3.12.2009 sowie die hierauf folgende Entscheidung des BVerfG vom 21.7.2010 zwangen den deutschen Gesetzgeber zur erneuten Aktivität im Bereich der elterlichen Sorge für nichteheliche Kinder. Ausgehend von der Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuregelung wird die Problematik im vorliegenden Buch rechtsvergleichend angegangen und in den Kontext der jeweiligen rechtsgeschichtlichen Entwicklungen in Deutschland und in Polen gestellt. Die Autorin begleitet das deutsche Reformvorhaben und liefert einen umfassenden Überblick über das gesamte Rechtsgebiet in Deutschland und in Polen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem polnischen Regelungsmodell – der ex lege eintretenden elterlichen Sorge des nichtehelichen Vaters – um die einzige praktisch befriedigende und juristisch korrekte Lösung handelt. Dieser Ansatz bleibt auch nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern vom 16.4.2013 aktuell, da der Inhalt der Regelung eine weitere Nachbesserung notwendig macht.
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Dritter Teil: Zusammenfassung, Rechtslage in Polen und die aktuell diskutierten Modelle, eigene Lösungsansätze und Ausblick

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Dritter Teil:  Zusammenfassung, Rechtslage in Polen und die aktuell diskutierten Modelle, eigene Lösungsansätze und Ausblick

Nach der Darstellung der Rechtslage in Deutschland und deren Spiegelung an dem Konzept des polnischen Gesetzgebers sollen abschließend die wichtigsten Ergebnisse einer zusammenfassenden Betrachtung zugeführt werden. Die aktuell diskutierten Reformmodelle werden sodann an den aus der Rechtsvergleichung gewonnenen Erkenntnissen zu messen sein. Abgeschlossen wird die Arbeit mit eigenen Überlegungen zu einer gesetzlichen Neuregelung sowie dem Hinweis auf den Stand der Gesetzgebung.

1.  Abschnitt: Zusammenfassende vergleichende Würdigung

Bei dem sorgerechtlichen Vergleich der beiden Rechtsordnungen konnten deutliche Unterschiede festgestellt werden, die bereits die rechtsgeschichtliche Entwicklung, vor allem jedoch den Erwerb der elterlichen Sorge durch nicht miteinander verheiratete Eltern sowie die Regelungen für den Fall von Trennung und Scheidung betreffen. Weitgehende Parallelen waren indessen bei den Inhalten des Sorgerechts auszumachen.

A.  Rechtsgeschichte Entwicklung der elterlichen Sorge

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