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Die Gefäßchirurgie im Ersten Weltkrieg

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Sabine Eckhardt

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatte man sich mit allen heute gängigen Methoden der Gefäßchirurgie auseinandergesetzt und in diesem Bereich der Chirurgie binnen weniger Jahre wichtige Erkenntnisse gewonnen. Gemäß der oftmals aufgestellten These, ein Krieg bringe für die Medizin, speziell die Chirurgie, Fortschritte, bot sich den Medizinern mit Beginn des Ersten Weltkrieges die Gelegenheit, dieses Wissen zu festigen und zu erweitern. Zeitgenössische Berichte damals tätiger Kriegschirurgen stellen jedoch deutlich die widrigen Bedingungen an der Front dar, die es nahezu unmöglich machten, die bisherigen Erkenntnisse erfolgreich umzusetzen, geschweige denn Fortschritte in diesem komplexen Bereich der Chirurgie zu erzielen.
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5. Die Gefäßchirurgie in der Praxis während der Zeit des Ersten Weltkrieges an der Front

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Nachdem ein Überblick über den wissenschaftlichen Entwicklungsstand der Gefäßchirurgie vor dem Ersten Weltkrieg gegeben wurde, wird im Folgenden ihre Anwendung an der Front näher untersucht. Der Schwerpunkt dieser Betrachtung liegt dabei auf der Fragestellung, inwiefern die Fortschritte, die die Gefäßchirurgie bis 1913 gemacht hatte, an der Front durchgeführt wurden.

Wendete man die Payrsche Prothesen und Modifikationen von diesen an, um zerissene Blutgefäße wieder zu vereinigen?

Fand man die Zeit und hatte ausreichend Geschick, um die Gefäßnaht nach Carrel auszuführen, um Extremitäten, wenn nicht gar das Leben der Soldaten zu retten?

Wurden Gefäßtransplantationen ausgeführt? Wenn ja, welche Gefäße wurden wie transplantiert?

Wendete man die Technik der Bluttransfusion an, um völlig ausgebluteten Soldaten wieder Kraft zu geben?

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