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Gestalt und Gestaltung in interdisziplinärer Perspektive

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Ellen Aschermann and Margret Kaiser-El-Safti

Die gestaltpsychologische Schule war ein Meilenstein innerhalb der Theoriebildung der deutschen und österreichischen Philosophie und empirischen Psychologie. Unterschiedliche Schulen folgten ihr nach. Der Einflussbereich der Theorie erstreckte sich ab den 1890er Jahren bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auch auf angrenzende Disziplinen wie Musik-, Sprach- und Kunstwissenschaft. Bis heute wurde die Autorenschaft von Carl Stumpf und dessen erkenntnistheoretische Fundierung der Gestalt- und Ganzheitspsychologie noch wenig erforscht. Die Wiederbelebung der Lehre Stumpfs könnte hoch aktuelle Fragestellungen wie die nach dem Leib-Seele-Verhältnis vertiefen, aber auch erkenntnistheoretischen, lernpsychologischen und ästhetischen Fragen neue Anhaltspunkte und neuen Aufschwung verschaffen.
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Wortphysiognomien. Ein Beitrag zur Gestaltlinguistik

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Zusammenfassung

Aus den physiologisch-artikulatorischen, physikalisch-akustischen und neurophysiologischen Daten kann der qualitative Höreindruck nicht erschlossen werden. Alternativ zu den etablierten phonetischen Parametern wird versucht Gerold Ungeheuers Anschlussversuche an die Befunde der Ganzheits- und Gestaltpsychologie für eine qualitative Deskription sprachlicher Schalleinheiten fruchtbar zu machen. Die Freilegung von Gestaltprinzipien in der Wortwahrnehmung führt über das Konzept des Klanggesichts (Karl Bühler) zu den Phänomenen ikonischer Modellierung des Zeichenkörpers (Heinz Werner).

Abstract

The qualitative auditory impression cannot be inferred from physiological (articulatory), physical (acoustic), and neurophysiological data. Alternative to the established phonetic parameters an effort will be made to make Gerold Ungeheuer’s attempt at aligning with the evidence of holistic psychology and gestalt psychology fruitful for a qualitative description of linguistic sound units. Uncovering gestalt principles in word detection leads via the concept of the sound face (“Klanggesicht”, Karl Bühler) to the phenomena of iconic modeling of the sign (Heinz Werner).

Die „wichtigste Form [der Wirkungsweisen sprachlicher Inhalte] sind die etymologisch bestimmten Verhaltensweisen; daneben stehen aber auch unmittelbare Klangwirkungen, die jeder Lautform neben ihrem zeichenhaften und etymologischen Wert noch eine mehr oder weniger ausgeprägte Eindruckskraft, ein besonderes Gesicht, geben.“

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