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Wilhelm Weitling (1808–1871)

Eine politische Biographie- Teil 1 und Teil 2

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Waltraud Seidel-Höppner

Wilhelm Christian Weitling zählte zu den bedeutendsten deutschen Frühsozialisten und Organisatoren der frühproletarischen Bewegung. Diese politische Biographie befasst sich mit dem Leben Weitlings von der Kindheit über die Ausbildung bis zum revolutionären Demokraten und zu seinen politischen Aktivitäten. Auch seine wichtigsten politischen Theorien und Werke werden vorgestellt und interpretiert. Weitling forderte eine soziale Republik, die allen Menschen Arbeit und soziale Sicherheit gewähren sollte. Seine scharfsinnige Sozialkritik orientierte sich am Urchristentum, und er betrachtete die demokratische Partei zur Rettung der Revolution 1848/49 als unverzichtbar. 1849 schloss er seine Vereine der Arbeiterverbrüderung an und emigrierte dann in die USA, wo er 1871 starb.
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XI. In der »Republik der Geldsäcke« 1850–1871

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XI.  In der »Republik der Geldsäcke« 1850–1871

Weitling »is remembered primarily as a significant transitional figure between utopian and Marxian socialism and as a pioneering labor organizer among the German-American community«.

(Karen J. Nissen1)

Das Datum seiner zweiten Ankunft in New York ist in der Literatur umstritten: Wittke erfährt aus amerikanischen Blättern nicht mehr, als daß er Mitte Oktober seine Rückkehr beabsichtigt habe. Rokitjanski/Worobjowa entnehmen einer Notiz aus der Dresdner Zeitung, daß Weitling bereits seit der ersten Novemberhälfte in New York sei. Dem folgend datiert Marsiske Weitlings Eintreffen auf Ende Oktober oder Anfang November.2 Nach eigenen Angaben kommt Weitling Ende 1849 in New York an,3 mit zwei Dollar in der Tasche und dem »Vertrauen auf die Sympathie der Arbeiter«.4

Vier Jahre später beschreibt er, in welch rasantem Tempo sich das Stadtbild New Yorks und das städtische Leben der Deutschen veränderte; und wie viel von dem, was ihm bei seiner ersten Ankunft so mißfiel, binnen kurzem verschwunden war. Verschwunden sind die

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