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Bricolage

Ein kommunikatives Genre im Sprachgebrauch Jugendlicher aus der Deutschschweiz

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Esther Galliker

Wie verwenden Jugendliche die Vielfalt ihrer sprachlichen Ressourcen? Und welche Funktionen weist ihr Umgang mit sprachlicher Varianz auf? Anhand detaillierter linguistischer Analysen authentischer Gespräche beschreibt die empirische Untersuchung das Gesprächsverhalten einer Gruppe Gymnasiasten aus der Deutschschweiz. Über das Konzept der Bricolage wird aufgezeigt, wie kompetent die Jugendlichen verschiedene Sprechstile und Sprachen miteinander kombinieren und welche u.a. sozialen Funktionen sie dadurch ausdrücken. Der Beschreibung dialektaler Variation kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu, da ihr in der deutschsprachigen Jugendsprachforschung bis dahin noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Theoretisch und methodisch orientiert sich die Arbeit an der Ethnographie der Kommunikation.
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1 Einleitung

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1Einleitung

1.1Ausgangslage

Die Forschungsfrage und Erkenntnisinteressen dieser Dissertation haben sich aus Beobachtungen von auffälligen Variationsphänomenen in der Binnenkommunikation einer Peergruppe Deutschschweizer Jugendlicher ergeben. Die Gruppe männlicher Gymnasiasten aus der ländlich geprägten Innerschweiz (Kanton Nidwalden) wurde parallel zu anderen Gruppen aus dem gleichen Raum, aber auch aus anderen Dialektgebieten der Deutschschweiz im Rahmen des SNF-Dore-Projekts Jugendsprache in der Deutschschweiz während eines Jahres ethnographisch begleitet (vgl. Kp. 3.3.1). Es zeigte sich, dass sich bei dieser Peergruppe die Art des Umgangs mit sprachlicher Variabilität als Ressource für ihre Binnenkommunikation in besonderer Weise herausgebildet hatte (vgl. Kp. 2.2.1).

Anhand des folgenden Beispiels soll verdeutlicht werden, um welche Art von Variabilität resp. Variation, also Umgang mit Variabilität, es sich dabei handelt und welche analytischen Probleme bzw. Fragestellungen sich daraus ergeben. Es ist ein Gesprächsausschnitt aus der Binnenkommunikation der Jugendlichen, welche diese ohne Beisein von Erwachsenen aufgezeichnet haben.1

Beispiel 1: „tuiback“

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