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Bricolage

Ein kommunikatives Genre im Sprachgebrauch Jugendlicher aus der Deutschschweiz

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Esther Galliker

Wie verwenden Jugendliche die Vielfalt ihrer sprachlichen Ressourcen? Und welche Funktionen weist ihr Umgang mit sprachlicher Varianz auf? Anhand detaillierter linguistischer Analysen authentischer Gespräche beschreibt die empirische Untersuchung das Gesprächsverhalten einer Gruppe Gymnasiasten aus der Deutschschweiz. Über das Konzept der Bricolage wird aufgezeigt, wie kompetent die Jugendlichen verschiedene Sprechstile und Sprachen miteinander kombinieren und welche u.a. sozialen Funktionen sie dadurch ausdrücken. Der Beschreibung dialektaler Variation kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu, da ihr in der deutschsprachigen Jugendsprachforschung bis dahin noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Theoretisch und methodisch orientiert sich die Arbeit an der Ethnographie der Kommunikation.
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5 Datenanalyse und ethnographisch orientierte Konzeptualsierung der Arten von Bricolage

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5Datenanalyse und ethnographisch orientierte Konzeptualsierung der Arten von Bricolage

Wie in Kapitel 3.6 beschrieben, gliedert sich die Datenanalyse analog zum linguistischen Fokus nach den verschiedenen sprachlichen Ausdrucksebenen. Die Analyseebene bezieht sich gleichzeitig immer auch auf die im Blickfeld stehende Analyseeinheit: von einzelnen Lauten, die übernommen und transformiert werden, über Morpheme, Lexeme, Phraseologismen, ganze Gesprächsstile bis zu grösseren Handlungsmustern resp. Genres. Es wird sich zeigen, dass diese Systematisierung in erster Linie analytischen Zwecken dient und die Ebenen in den meisten Fällen nicht derart strikt getrennt werden können, wie es diese Darstellung suggeriert. Jede Analyseebene beinhaltet wiederum eine Reihe von verschiedenen Beispielanalysen, wobei darauf geachtet wurde, eine möglichst grosse Vielfalt an verschiedenen Ressourcen zu berücksichtigen. Es werden dabei vor allem die im Ethnographie-Kapitel (Kp. 4.6) explizit vorgestellten, verschiedenen kommunikativen sozialen Stile bzw. die dafür verwendeten Ressourcen in Betracht gezogen.

Wie weiter oben dargestellt, wird mit Bricolage als einem sensitivierenden Konzept gearbeitet (vgl. Denzin 1986 resp. Kp. 3.6.1). Dementsprechend erfolgt die Präzisierung der Konzeptualisierung während der Analysearbeit schrittweise. Die dafür nötigen theoretischen Konzepte und Begriffe wurden im Theorieteil bereits vorgestellt und werden anhand der Beispiele und für die hier in Betracht stehenden Situationen und Kontexte konkretisiert. Die wichtigsten Erkenntnisse für die Konzeptualisierung in Bezug auf jede Analyseebene werden im Anschluss an die entsprechenden Kapitel jeweils zusammengefasst. Eine umfassende Konzeptualisierung resp. eine detaillierte Diskussion der Konzeptualisierung auf Basis aller Analysen folgt in Kapitel 6.

5.1Lautliche...

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