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Bricolage

Ein kommunikatives Genre im Sprachgebrauch Jugendlicher aus der Deutschschweiz

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Esther Galliker

Wie verwenden Jugendliche die Vielfalt ihrer sprachlichen Ressourcen? Und welche Funktionen weist ihr Umgang mit sprachlicher Varianz auf? Anhand detaillierter linguistischer Analysen authentischer Gespräche beschreibt die empirische Untersuchung das Gesprächsverhalten einer Gruppe Gymnasiasten aus der Deutschschweiz. Über das Konzept der Bricolage wird aufgezeigt, wie kompetent die Jugendlichen verschiedene Sprechstile und Sprachen miteinander kombinieren und welche u.a. sozialen Funktionen sie dadurch ausdrücken. Der Beschreibung dialektaler Variation kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu, da ihr in der deutschsprachigen Jugendsprachforschung bis dahin noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Theoretisch und methodisch orientiert sich die Arbeit an der Ethnographie der Kommunikation.
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9 Zusammenfassung

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9Zusammenfassung

Im Folgenden werden in groben Zügen die Ausgangslage, die Forschungsfrage, das gewählte Vorgehen sowie die zentralen Erkenntnisse der Dissertation zusammengefasst. Die Zusammenfassung dient einer schnellen Orientierung innerhalb der Arbeit. Ausführlichere Zusammenfassungen mit konkreten Beispielen befinden sich zudem am Ende jedes Kapitels.

9.1Untersuchungsgegenstand und Ziele

Die Dissertation geht von einem Korpus mündlicher Gespräche einer Gruppe Jugendlicher aus dem Deutschschweizer Kanton Nidwalden aus, das im Rahmen des SNF-Projekts Jugendsprache in der Deutschschweiz unter der Leitung von Prof. Dr. Erika Lang erhoben wurde.

In der Binnenkommunikation dieser Peergruppe (vgl. auch soziales Netzwerk nach Gumperz 1994: 623) vorwiegend männlicher Gymnasiasten wurden auffällige Phänomene von Variabilität als Ressourcen für deren Sprechhandlungen beobachtet. Bei genauerer Beobachtung ergab sich, dass die Art des Umgangs mit Variabilität und deren Funktionen, also die Variation, eine bestimmte Regelhaftigkeit aufwies. Diese besonderen strukturellen und funktionalen Besonderheiten in den Gesprächen der Jugendlichen bilden den Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit (vgl. Kp. 1). Die leitenden Forschungsfragen dabei waren: Welche Regelmässigkeiten lassen sich auf struktureller und funktionaler Ebene für diese Variationsphänomene finden? Wie hängen in diesem Fall Struktur und Funktion zusammen? Über welchen Zugang bzw. welches Konzept lassen sie sich erfassen und darstellen? (vgl. Kp. 2.1).

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