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Texte – Textsorten – Phänomene im Text

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Edited By Zofia Berdychowska, Joanna Janicka and Agnieszka Vogelsang-Doncer

Der Band fokussiert die aktuellen textlinguistischen Forschungsinteressen junger Linguisten aus Polen, Deutschland und Frankreich, die im Oktober 2012 an einer am Institut für Germanistik der Jagiellonen-Universität Krakau veranstalteten Konferenz zum Thema Forschungsparadigmen und Anwendungsbereiche der Textlinguistik teilgenommen haben. Mit der Konferenz wurde die gemeinsame germanistische Initiative der drei Universitäten Uniwersytet Jagielloński Kraków, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Sorbonne Nouvelle Paris III der Durchführung einer Tagungsreihe für Doktoranden und junge Linguisten unter dem Dachthema Einblicke in die deutsche Sprache und Grammatik im landesspezifischen und länderübergreifenden linguistischen Diskurs fortgesetzt.
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Wie viel Wissen wird einem Leser zugemutet? – einige Bemerkungen zu Wissensanforderungen im Kontext intertextueller Beziehungen in Pressetexten: Anna Hanus (Rzeszów)

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Wie viel Wissen wird einem Leser zugemutet? – einige Bemerkungen zu Wissensanforderungen im Kontext intertextueller Beziehungen in Pressetexten

Anna Hanus

Abstract

Im vorliegenden Beitrag werden intertextuelle Zusammenhänge in Pressetextüberschriften und danach folgenden Artikeln analysiert mit der Zielsetzung, zu überprüfen, wie viel und welche Art von Wissen man braucht, um Schlagzeilen im Sinne des Textautors zu erfassen, sowie welche Maßnahmen von einem jeweiligen Textverfasser vorgenommen werden, um die Kommunikation Autor-Rezipient zu sichern. Die genannten Fragestellungen werden anhand deutschsprachiger Pressetexte und Pressetextüberschriften aus dem deutsch-polnischen Pressediskurs zu Domosławskis Skandalbiografie „Kapuściński non-fiction“ diskutiert.

1. Vorbemerkungen

Schlagzeilen1 scheinen eher zu desinformieren, statt uns erschließbare Informationen zu liefern. Die Funktion des Lektüreanreizes (vgl. Brandt 1991)2 scheint bei Textüberschriften immer mehr in den Vordergrund zu rücken und die sonstigen Funktionen3 zu verdrängen. Einige Autoren und Presseredaktionen setzen, insbesondere bei meinungsbetonten Pressetexten, auf die Erzeugung von Missverständnissen und Verblüffung, sowie auf Irreführung, verbunden mit der Absicht, beim Leser einen Anreiz zu schaffen, den folgenden Text zu lesen (vgl. Lenk 2005: 153f.). Sie wecken die Hoffnung auf Befriedigung der von einer Schlagzeile hervorgerufenen Neugierde. Dies kann erreicht werden, indem auf die Übertreibung von Sachverhalten, auf die Verkürzung von Zusammenhängen, auf sprachliche Doppel- und Mehrdeutigkeiten und auf Fragen, die eine Klärung versprechen, zurückgegriffen wird. Sehr geschickt wird mit der Macht der Sprache in allen ihren Nuancen jongliert. Oft wird...

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