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Kinder- und Jugendliteraturforschung international

Ansichten und Aussichten- Festschrift für Hans-Heino Ewers

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Gabriele von Glasenapp, Ute Dettmar and Bernd Dolle-Weinkauff

32 Autorinnen und Autoren reflektieren die internationale Verankerung, die theoretisch-methodische Ausdifferenzierung und das Forschungsinteresse an Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur. Sie beschäftigen sich in vier Schwerpunkten mit der Theorie, der Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte, mit kinder- und jugendliterarischen Medien sowie in zahlreichen Einzelstudien mit Gattungen, Formen und Themen historischer wie aktueller Kinder- und Jugendliteratur und -medien. Der Band ist Hans-Heino Ewers gewidmet, der in seiner über 25-jährigen Lehr- und Forschungstätigkeit maßgeblich zur theoretisch-systematischen Fundierung dieser vergleichsweise jungen Fachdisziplin beigetragen und wesentliche Impulse für die weitere Forschung gegeben hat.
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Karl Bruckners Frühwerk Die Wildspur als ätiologische Basis seines jugendliterarischen Schaffens: Ernst Seibert

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Das Tierbuch, im weiteren Umfeld dem Tierepos zugehörig und in diesem Feld besonders der Fabel verwandt, hat mit dem gesamten poetologischen Komplex ein Merkmal gemeinsam, das als poetologische Sedimentierung zu bezeichnen wäre. Vielfach ist in der Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur zu beobachten, dass in ihr Gattungen der Allgemeinliteratur weiter entwickelt werden. Ursprünglich allgemeinliterarische Gattungen, die ihre Hochphase überschritten haben und kaum mehr gepflegt werden, können sich dann aber in der Kinder- und Jugendliteratur wieder zu einem eigenen, durchaus auch anspruchsvollen Narrativ entwickeln. Bei der Fabel, die nicht nur in der Antike, sondern über Jahrhunderte auch in der deutschsprachigen Literatur als durchaus anspruchsvoller Teilbereich des allgemeinliterarischen Gattungsspektrums galt, ist das ganz deutlich erkennbar; sie ist heute und längst in der Avantgarde nicht mehr en vogue, nicht zuletzt auch eben deshalb, weil sie sich zu einer Kinderbuchgattung wandelte. Als solche hat sie aber in der Kinderliteratur gerade in den letzten Jahren großes Interesse gefunden. In einem vergleichbaren literarhistorischen Prozess verläuft die Entwicklung des Tierbuches in einer sehr breiten Ausdifferenzierung vor allem den literarischen Anspruch betreffend.

In der frühen Werkgeschichte Karl Bruckners (1906-1982) scheint neben den beiden Fußballromanen Die Spatzenelf (1949) und Die große Elf (1951) ein sehr kontrastiver Titel auf, der in der Interpretation bisher wenig Beachtung gefunden hat: Die Wildspur. Ein Roman aus der Bergwelt Kasakstans (1951). Von den 34 Buchtiteln, die Kathrin Wexberg in ihrer Monographie zu Bruckner von 1948 bis 1977 aufzählt (Wexberg 2007), ist...

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