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Programmwortschatz einer höfischen Dichtersprache

«hof/hövescheit», «mâze», «tugent», «zuht», «êre» und «muot» in den höfischen Epen um 1200

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Nina Bartsch

Diese Arbeit versteht sich als Beitrag zur Diskussion um die sogenannte höfische Dichtersprache. Den Ansatzpunkt für die Untersuchung bildet dabei die Analyse des oft als gruppenspezifisch verstandenen Wortschatzes. Die Programmwörter hövescheit, mâze, tugent, zuht, êre und muot dieses Wortschatzes entwerfen in ihrer unterschiedlichen sprachlichen Verwendung das für den literarischen Handlungsraum hof gültige Regelwerk und dessen Grenzen. Durch die empirische Analyse der sprachlichen Verwendung der einzelnen Programmwörter und deren konzeptioneller Verknüpfung im Sinne eines Programmwortschatzes in der höfischen Epik um 1200 wird eine bisher bestehende Forschungslücke gefüllt und so eine Basis für weiterführende Forschungsfragen geschaffen.
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4. Ausblick

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Ziel der vorliegenden Arbeit war es werkübergreifende Gemeinsamkeiten in der sprachlichen Verwendung der als Programmwörter verstandenen Lexeme hof/hövescheit – mâze – tugent – zuht – êre – muot nachzuweisen und diese in einen Bezug zu einer speziell durch diese Verwendungsweise transportierten Semantik zu setzen. Darüber hinaus sollte untersucht werden, inwiefern Wortbildungsprodukte und deren sprachliche Verwendung die skizzierten semantischen Konzepte bereichern und Aussagen über Konzeptgrenzen zulassen. Die Einzelanalysen haben gezeigt, dass sich die Annahme werkübergreifender sprachlicher Verwendung abhängig von der werkspezifischen Belegfrequenz der einzelnen Lexeme bestätigen lässt – ebenso konnte ein Zusammenhang zwischen sprachlicher und semantischer Konzeptualisierung nachgewiesen werden. Die Schnittmenge gemeinsamer VerWendung ist dabei variabel und ergibt sich in Abhängigkeit zu Werk bzw. Autor und Belegfrequenz, sie steht dabei im Spannungsfeld von Individualität, Kreativität, Inhalten der Handlung und Skizzierung der Figuren.

Tabelle 1 vereint abschließend drei Werte injeweils absoluter (linke Zahl) und relativer (Zahl in Klammern) Gewichtung: Sie zeigt erstens den Gesamtumfang der einzelnen analysierten Konzepte, sie präsentiert zweitens deren autorspezifische Nutzung und stellt drittens die autorspezifische Nutzung des gesamten untersuchten Wortschatzes dar.

Tabelle 1 – Gesamtbelegung



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