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GEISTESwissenschaften – IdeenGESCHICHTE

Festschrift für Helmut Reinalter zum 70. Geburtstag

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Josef Wallmannsberger

Theorien der Geisteswissenschaften und Ideengeschichte definieren zentrale Momente des gelehrten Lebenswerks von Helmut Reinalter, dessen leitendes wissenschaftliches Motiv in der konsequenten Vernetzung rigoroser fachbasierter Forschung mit transdisziplinären Perspektivierungen und geistesgeschichtlichen Genealogien gefunden werden kann. Die Beiträge der Festschrift zum 70. Geburtstag des Jubilars situieren sich in diesem spezifischen Problemkontext, Innovationen und Impulse des Œuvres von Helmut Reinalter aufnehmend, kontrastierend und kontrapunktierend, im Sinne eines kritischen Dialogs in aufklärerischer Absicht.
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Der „Stone of Destiny“ und die Debatten über die politische Autonomie Schottlands in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Jörg Rogge

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Der „Stone of Destiny“ und die Debatten über die politische Autonomie Schottlands in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Jörg Rogge

Auf der Burg von Edinburgh informiert eine Ausstellung über das spannungsreiche Verhältnis zwischen England und Schottland seit dem Mittelalter. Es wird an Ereignisse erinnert, die besonderen Einfluss auf die Gestaltung dieser Beziehung hatten. Dazu werden auch Artefakte ausgestellt, die den heutigen Betrachtern Wissen über die Entwicklung dieser Beziehung vermitteln sollen. Zu diesen Artefakten gehört der sogenannte „Stone of Destiny“. Der ungefähr 150 kg schwere sowie 67cm lange, 42cm breite und 28 cm hohe Sandsteinblock wurde im Mittelalter für die Inauguration der schottischen Könige benutzt.1

Dieser Stein wird zwar wie ein Museumsstück präsentiert, doch bevor er an seinen vorläufig endgültigen Platz gebracht wurde, stand er noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Konflikte von national bewegten Schotten mit der englischen Regierung in London. Mit dem Stein, den man durchaus als „Container of Memory“ bezeichnen kann, wurden von Schotten und Engländern diametral entgegengesetzte historische Erinnerungen transportiert. Ich verfolge im Folgenden die Frage, welche Erinnerungen die schottischen Nationalisten und welche die Unionisten auf den Stein projiziert bzw. aus ihm „herausgelesen“ haben; Erinnerungen die sie zeitweise zur Leitlinie für ihr politisches Handeln gemacht haben.2

I.

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