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Melanom-Aufklärung und Melanom-Früherkennung

Historische Entwicklung und die Anfänge in Deutschland

Eberhard Paul and Christoph Bäuml

Hautkrebsvorsorge und -früherkennung sind eine Erfolgsgeschichte der Medizin der letzten Jahrzehnte. Der hippokratische Ratschlag Nur nicht daran rühren ist Geschichte! Da Melanome sehr langsam wachsen und das diagnostische Fenster jahrelang offensteht, propagiert man heute eine primäre Prävention (Meiden von Sonnenlicht) und einen regelmäßigen Melanom-Check bei Risikopersonen. Dies war nicht immer so. Zunächst war der Weg der Hautkrebsvorsorge und -früherkennung steinig und die ersten Schritte aus heutiger Sicht mühsam und bescheiden. Das Buch fasst die Anfänge der Melanom-Prävention in Australien, den USA und Deutschland zusammen. Als Zeitzeugen der Anfänge dieser Geschichte schaffen es die Autoren, die Erinnerung an die wichtigsten Epochen der Melanom-Prävention wachzuhalten.
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Erfolge der Prävention

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Gesetzesänderungen und -neueinführungen

In diesem Kapitel geben wir einen Einblick in das, was die Melanomprävention und ihre Verfechter, vor allem durch den herbei geführten Sinneswandel in der Bevölkerung und bei den Verantwortlichen, erreicht oder angestoßen haben.

Am 15.11.2007 beschloss der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), dass eine standardisierte Hautkrebsvorsorge von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernommen werden muss.97 Dieser Beschluss trat am 01.07.2008, nach Bestätigung des Bundesgesundheitsamtes, in Kraft. Der Antrag, dass das Hautkrebsscreening auf die erforderlichen Kriterien hinsichtlich der Einführung von Früherkennungsuntersuchungen auf Krebserkrankungen nach § 25 Sozialgesetzbuch (SGB) untersucht werden soll, wurde sogar schon am 05.01.2005 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gestellt.98 Bereits in den Jahren 1999 und 2000 führte die „Kommission zur Früherkennung und Prävention von Hautkrebs“ mit der Unterstützung der deutschen Krebshilfe das Projekt „Hautkrebsscreening“ durch, um das eigenständige Hautkrebsscreening im Rahmen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungprogramms weiter zu entwickeln.99

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