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Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie

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Edited By Ansgar Kreutzer and Günther Wassilowsky

Mit der Erinnerung an das II. Vatikanische Konzil ist eine Besinnung auf das funktionierende Zusammenspiel von kirchlichem Lehramt, wissenschaftlicher Theologie und gesellschaftlicher Öffentlichkeit verbunden. Diesen Zusammenhängen von Konzil und Theologie im Kontext ihrer gesellschaftlichen Herausforderungen ist dieser Sammelband gewidmet, der auf eine im Sommersemester 2012 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) gehaltene Ringvorlesung zurückgeht. Während zahlreiche inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Konzil eher auf seine Dokumente oder Grundthemen abheben, bildet hier das Interaktionsverhältnis von Konzils- und theologischem Reflexionsgeschehen das übergreifende Formalobjekt: Wie haben sich Theologie und Konzil wechselseitig beeinflusst? Welche Kontinuitäten und Brüche bedeutete das Konzil für die einzelnen theologischen Teilfächer? Und was ist der spezifische Beitrag der theologischen Reflexion zum kulturellen Gedächtnis des Konzils in der Kirche – auch im Sinne seiner Aktualisierung?
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„bewusste und tätige Teilnahme“. Trauung liturgietheologisch neu bedacht

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„Bewusste und tätige Teilnahme“.Trauung liturgietheologisch neu bedacht

Ewald Volgger

1.  Zwei Erfahrungen vorweg

Ich hatte eine Trauung übernommen. Das Brautpaar war mir bekannt. Intensiv haben wir die Feier vorbereitet. Neben einem Taufgedächtnis mit den Taufkerzen am Taufbrunnen zu Beginn, formulierten die beiden das Fürbittgebet und weitere Texte, sie gestalteten auch die Gabenbereitung, indem das Brautpaar das selbstgebackene Brot zum Altar brachte; die Jugendgruppe der Gemeinde gestaltete den Gottesdienst musikalisch, und am vorausgehenden Sonntag luden die beiden die Gemeinde ein, an der Eucharistiefeier ihrer Trauung mit anschließendem Umtrunk teilzunehmen.

Am Nachmittag desselben Samstags hatte ich kurzfristig eine weitere Trauung übernommen, weil mich ein Pfarrer darum gebeten hatte. Ich bräuchte mich um die Vorbereitung nicht zu kümmern, es liege alles in der Sakristei bereit, so der Pfarrer am Telefon, der angab, kurzfristig verhindert worden zu sein. Als ich in die Sakristei kam, lagen auf dem Kredenztisch die Ehedokumente und ein Hinweis, dass die Messe zu feiern sei, aber sowohl das Brautpaar als auch die Gemeinde nicht kommunizieren sollten. Ich hatte also weder die Möglichkeit, mit dem Brautpaar die Feier zu besprechen noch dieses kennenzulernen. Zum anberaumten Termin trafen das Brautpaar und die Gäste mit Verspätung ein; und diese verblüfften mich weiter, als ich am Beginn der Feier auf den dialogischen Gruß „Der Herr sei mit euch“ keine Antwort erhielt und ich mir die Frage stellte, ob es denn Sinn gibt, unter solchen Bedingungen...

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