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Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie

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Ansgar Kreutzer and Günther Wassilowsky

Mit der Erinnerung an das II. Vatikanische Konzil ist eine Besinnung auf das funktionierende Zusammenspiel von kirchlichem Lehramt, wissenschaftlicher Theologie und gesellschaftlicher Öffentlichkeit verbunden. Diesen Zusammenhängen von Konzil und Theologie im Kontext ihrer gesellschaftlichen Herausforderungen ist dieser Sammelband gewidmet, der auf eine im Sommersemester 2012 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) gehaltene Ringvorlesung zurückgeht. Während zahlreiche inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Konzil eher auf seine Dokumente oder Grundthemen abheben, bildet hier das Interaktionsverhältnis von Konzils- und theologischem Reflexionsgeschehen das übergreifende Formalobjekt: Wie haben sich Theologie und Konzil wechselseitig beeinflusst? Welche Kontinuitäten und Brüche bedeutete das Konzil für die einzelnen theologischen Teilfächer? Und was ist der spezifische Beitrag der theologischen Reflexion zum kulturellen Gedächtnis des Konzils in der Kirche – auch im Sinne seiner Aktualisierung?
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In der Dynamik des Aufbruchs Auftrag und Impulse für die Religionspädagogik

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In der Dynamik des Aufbruchs.Auftrag und Impulse für die Religionspädagogik

Ilse Kögler

Für Religionspädagogen und Katechetinnen, die selbst das Konzil mitverfolgt hatten und es anschließend in der Praxis umzusetzen suchten, stellt die Pastoralkonstitution Gaudium et spes das Kernstück des konziliaren Aufbruchs dar.1 Ich habe diesen Aufbruch hautnah miterlebt, weil ich in der Zeit des „religionspädagogischen Umbruchs“ (U. Hemel) meine berufliche Laufbahn in der Schule angetreten habe, noch lange vor Abschluss des Studiums. In den frühen Siebzigerjahren war im Religionsunterricht ein offener und wechselseitiger Dialog zwischen menschlichem Leben und Tradition noch nicht Standard der Religionsdidaktik. Heute ist er nicht nur selbstverständlich, sondern es ist bereits wieder fragwürdig, ob es angesichts der Pluralität von Lebensentwürfen und der komplexen religiösen Gegenwartssituation überhaupt noch umfassende religionsdidaktische Konzeptionen geben kann.2 Für immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist christliche Religion zur Fremdreligion geworden, und oft muss sie in Bildungsprozessen in ihren konkreten Ausdrucksgestalten erst erlebbar gemacht werden, damit in Folge darüber reflektiert werden kann. Umso verwunderlicher, wenn gegenwärtig den Anforderungen einer modernen wie postmodernen Welt nicht nur von kirchenamtlicher Stelle damit begegnet wird, wieder alte, auch zu ihren Blütezeiten nicht erfolgreiche Konzeptionen zu reaktivieren.3 Vielleicht geschieht dies aus der Sorge, dass mit einer Glaubenskommunikation, welche die Zeichen der Zeit ernst nimmt, „nicht die ganze Wahrheit des katholischen Glaubens“ zum Tragen kommt. Beobachtbar ist, dass wieder verstärkt auf Belehrung gesetzt wird statt auf...

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