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Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie

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Edited By Ansgar Kreutzer and Günther Wassilowsky

Mit der Erinnerung an das II. Vatikanische Konzil ist eine Besinnung auf das funktionierende Zusammenspiel von kirchlichem Lehramt, wissenschaftlicher Theologie und gesellschaftlicher Öffentlichkeit verbunden. Diesen Zusammenhängen von Konzil und Theologie im Kontext ihrer gesellschaftlichen Herausforderungen ist dieser Sammelband gewidmet, der auf eine im Sommersemester 2012 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) gehaltene Ringvorlesung zurückgeht. Während zahlreiche inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Konzil eher auf seine Dokumente oder Grundthemen abheben, bildet hier das Interaktionsverhältnis von Konzils- und theologischem Reflexionsgeschehen das übergreifende Formalobjekt: Wie haben sich Theologie und Konzil wechselseitig beeinflusst? Welche Kontinuitäten und Brüche bedeutete das Konzil für die einzelnen theologischen Teilfächer? Und was ist der spezifische Beitrag der theologischen Reflexion zum kulturellen Gedächtnis des Konzils in der Kirche – auch im Sinne seiner Aktualisierung?
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„Eine dankbare, lernbereite Kirche“ (GS 44) Die Neuausrichtung der Sozialethik nach Gaudium et spes

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„Eine dankbare, lernbereite Kirche“ (GS 44).Die Neuausrichtung der Sozialethik nach Gaudium et spes 1

Ferdinand Reisinger

Vielleicht ist nicht aller Anfang schwer; mancher Beginn ist es jedenfalls. Anfangen, aber wie? Für kein anderes Referat hab ich so viele Anfänge konzipiert wie für dieses. Ein ganzer Stoß Notizzettel nur Anfänge! Es wäre ein Experiment, einen Vortrag nur aus den vorgesehenen Anfängen „zusammenzustoppeln“ und so die unterschiedlichsten Zugänge zum Thema erkennbar zu machen. Wie soll ich dieses Thema, diesen geschichtsträchtigen Text, dieses Ereignis „Vatikanum II“ anpacken? Wenn der Anfang gelingt, läuft auch die Sache leichter. Das weiß man aus Erfahrung; das weiß man auch in der Kirche. Es muss ja in Rom Experten geben, die die Anfangsworte bedeutender Texte (Enzykliken) zu kreieren wissen. In einem Initialakkord soll alles schon anklingen, einschwingen. Vom ersten Buch der Bibel an bis zum Johannesprolog ist es bedeutsam, wie es denn angefangen hat. Und über „erste Worte“ kann man ganze Bücher schreiben – wie Romano Guardini es mit dem Einstieg in die Confessiones des heiligen Augustinus unternommen hat.

Anfangen – aber wie ? War das auch ein Problem auf dem Konzil? Wie müsste und könnte man heutzutage den diffusen Komplex „Kirche und Welt“ in den Griff, auf den (Schlüssel-) Begriff bringen? Die Textgeschichte jenes Konzilstextes des II. Vatikanums, der hier befragt wird, nämlich der „Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute“ (1965), ist für sich so...

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