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Ethik und Therapieangebote auf Palliativstationen

Eine Interviewstudie mit betroffenen Patienten

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Janina Grimsel

In Deutschland wird die palliativmedizinische Versorgung weiter ausgebaut. Zur Evaluation dieser Angebote ist die Perspektive von Betroffenen unverzichtbar. Die Studie widmet sich dem fachlichen und ethischen Konzept von Palliativstationen und analysiert deren Bewertung aus Patientensicht. Patienten wurden zu ihren Erwartungen und Erfahrungen befragt und die Antworten mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Das Konzept der Palliativstation wird größtenteils positiv bewertet. Behandlungsziel ist in der Regel die Entlassung nach Hause, wofür eine gute Symptomkontrolle Voraussetzung ist. Ebenso waren den Patienten die persönliche Betreuung durch Ärzte und Pflegekräfte, die psychologische und seelsorgerliche Begleitung sowie spezifische Therapieangebote wichtig.
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4 Kooperationspartner und Probanden

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4  Kooperationspartner und Probanden

Nach den methodischen Grundlagen sollen in diesem Kapitel die Wahl mehrerer Palliativstationen begründet (4.1) und die beteiligten Stationen (4.1.1–4.1.4) vorgestellt werden. Im zweiten Teil werden die Samplingstrategie (4.2.1) sowie die Ein- und Ausschlusskriterien (4.2.2) für die Rekrutierung der Probanden dargestellt.

4.1  Kooperationspartner

Die Studie soll einen möglichst umfassenden Einblick in die Erlebniswelt von Patienten, die auf Palliativstationen betreut werden, geben. Um eine Verzerrung der Ergebnisse durch ausschließliche Befragung von Patienten einer bestimmten Station zu vermeiden, wurden Patienten von vier verschiedenen Palliativstationen befragt. Dies sind die Stationen des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg (EV), des Universitätsklinikums der Georg-August-Universität Göttingen (UMG), des Klinikums Links der Weser in Bremen (LDW) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Somit sind je zwei Stationen an Krankenhäusern der Regelversorgung und zwei an Universitäten angesiedelte Stationen an dem Projekt beteiligt. Bei der Auswahl der Stationen spielten zwei Überlegungen eine Rolle: Es sollte sich zum einen um annähernd gleich große und gut etablierte Stationen handeln, die nach Möglichkeit ein etwas unterschiedliches Leistungsspektrum aufweisen. Zum anderen mussten diese Stationen von Hannover aus gut zu erreichen sein.

Grundlegende strukturelle Voraussetzungen für Palliativstationen sind ein günstiger Pflegeschlüssel von 1,4:1, eine ärztliche Versorgung von einem Arzt für 8–10 Betten und eine wohnliche Gestaltung der Station. Wichtig ist ein teamorientierter Betreuungsansatz, der auch Physiotherapie, Seelsorge, Sozialarbeit und ggf. weitere Berufsgruppen mit einbezieht. Auf palliativmedizinische...

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