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Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer

Zwischen Überwindung der Vergangenheit und europäischem Integrationsprozess (1945–1954)

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Tiziana Di Maio

Italien, Deutschland und die Beziehungen zueinander: Eine komplizierte, konfliktreiche Geschichte, deren Ursprünge weit zurückreichen. Aber auch eine Geschichte der Übereinstimmung, des guten Verhältnisses als Grundlage für ein neues Europa. Das Buch untersucht das Wirken der Gründungsväter der beiden Länder und des vereinten Europas für die Überwindung der damals noch frischen und in der wechselseitigen Betrachtung noch immer lebendigen Vergangenheit. Die Arbeit beleuchtet vor allem einen Aspekt, der in den diplomatischen Studien zur Wiederaufnahme der deutsch-italienischen Beziehungen nach dem Krieg und in den Untersuchungen über das Entstehen des europäischen Integrationsprozesses häufig vernachlässigt wurde: Die Haltung der italienischen Öffentlichkeit zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit dem post-nationalsozialistischen Deutschland sowie zur Präsenz der Bundesrepublik unter den Gründungsmitgliedern der ersten Gemeinschaftsinstitutionen.
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Vorwort

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S. E. Luigi Vittorio Ferraris

Botschafter der Republik Italien a. D.

Die Frage Deutschland ist immanent in den Auffassungen der italienischen Geschichte und steht an erster Stelle im Bereich der internationalen Beziehungen. Missklänge und Einklänge ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der zweitausendjährigen Beziehungen zwischen den beiden Völkern und den beiden Kulturen. Es ist daher kein Zufall, dass es seit vielen Jahren eine Schriftenreihe über „Italien in Geschichte und Gegenwart“ gibt als zusätzlichen Beweis des immer wieder lebendigen Interesses Deutschlands für Italien und umgekehrt des Interesses Italiens für Deutschland. Hinzugefügt sei, dass es viele Beweise dafür gibt, wie unzureichend die Kenntnisse in Deutschland über das Italien der Vergangenheit und der Gegenwart sind, ebenso wie in der Richtung von Italien nach Deutschland. Stereotypen wiederholen sich ohne Unterbrechung über die Jahrhunderte hinweg, und es wäre mühsam zu bewerten, welche dieser Stereotypen fast immer ungerechtfertigt sind.

Nach den zahlreichen, bedeutenden Studien über diese Beziehungen in allen Bereichen im Rahmen der Schriftenreihe bei Peter Lang, wird jetzt zum ersten Mal zu diesem Thema ein in Italien schon erschienenes Buch ins Deutsche übersetzt. Dies, um vielleicht noch besser zu beweisen, dass der kulturelle Austausch von keiner Grenze, auch nicht der Sprachbarriere, behindert werden kann.

Zu Recht sollte ein klassisches Beispiel angeboten werden: Die intensiven persönlichen Beziehungen zwischen Konrad Adenauer und Alcide De Gasperi. Ein Glücksfall, solche Beziehungen zwischen zwei außerordentlichen...

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