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Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer

Zwischen Überwindung der Vergangenheit und europäischem Integrationsprozess (1945–1954)

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Tiziana Di Maio

Italien, Deutschland und die Beziehungen zueinander: Eine komplizierte, konfliktreiche Geschichte, deren Ursprünge weit zurückreichen. Aber auch eine Geschichte der Übereinstimmung, des guten Verhältnisses als Grundlage für ein neues Europa. Das Buch untersucht das Wirken der Gründungsväter der beiden Länder und des vereinten Europas für die Überwindung der damals noch frischen und in der wechselseitigen Betrachtung noch immer lebendigen Vergangenheit. Die Arbeit beleuchtet vor allem einen Aspekt, der in den diplomatischen Studien zur Wiederaufnahme der deutsch-italienischen Beziehungen nach dem Krieg und in den Untersuchungen über das Entstehen des europäischen Integrationsprozesses häufig vernachlässigt wurde: Die Haltung der italienischen Öffentlichkeit zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit dem post-nationalsozialistischen Deutschland sowie zur Präsenz der Bundesrepublik unter den Gründungsmitgliedern der ersten Gemeinschaftsinstitutionen.
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Einleitung

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Tiziana Di Maio

Italien und Deutschland – Eine besondere Geschichte

Italien und Deutschland – die Beziehungen zu einander: Das ist eine komplizierte, konfliktreiche, sorgenvolle Geschichte, deren Ursprünge weit zurück reichen. Aber es ist auch eine Geschichte der Übereinstimmung, des guten Verhältnisses als Grundlage für die Schaffung eines neuen Europa.

Im Februar 2013 ermahnte der italienische Staatspräsident, Giorgio Napolitano, bei seinem Besuch in Berlin, „auf dem vor mehr als sechzig Jahren eingeschlagenen Weg weiter zu gehen“ und betonte, dass hierfür „die Freundschaft, das gegenseitige Verstehen, die Konvergenz der Anstrengungen in Italien und Deutschland ein wertvoller Beitrag sind, eine wesentliche Garantie für den Erfolg – im Interesse Aller – des europäischen Unternehmens in dieser neuen Phase.“1

In der Geschichte der Beziehungen zwischen Italien und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nehmen die Democrazia Cristiana Alcide De Gasperis und die Christlich-Demokratische Union Konrad Adenauers einen wichtigen Platz ein. Beide Parteien standen nach der demokratischen Neugründung an der Spitze der Regierungen ihrer Länder; beide Parteien wurden von Katholiken geführt, die bald zusammen mit dem französischen Staatsmann Robert Schuman die Gründungsväter des vereinigten Europas werden sollten.

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