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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Konfliktherd Heiliges Land. Bemerkungen zu einem zentralen Brennpunkt der Nahostkrise

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HELGE STADELMANN

Seit mehr als 3.000 Jahren ist das „Heilige Land“ umkämpftes Gebiet. Insbesondere seit der Staatsgründung Israels 1948 wird zwischen Israelis und Arabern erbittert und immer vor den Augen der Weltöffentlichkeit um jeden Zipfel dieses lediglich 28.220 km² großen Fleckens Erde gestritten. Die Intensität des Nahostkonflikts und die globale Aufmerksamkeit, die er generiert, stehen im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Größe, Bevölkerungszahl, Fruchtbarkeit oder den Bodenschätzen des Landes. Obwohl das Land nur knapp die Größe Brandenburgs aufweist, obwohl die Einwohnerzahl Israels (7,6 Mill.) nur etwa der Niedersachsens entspricht und damit kleiner ist als die Einwohnerzahl Teherans (7,8 Mill.) oder Kairos (7,9 Mill.), obwohl es zahlreiche andere Konfliktherde samt Volksaufständen und Unterdrückungssituationen im Nahen Osten und Hunderte von Konfliktorte weltweit gibt, produziert keiner von ihnen mit solch vorhersehbarer Regelmäßigkeit UN-Resolutionen (mit ebenso vorhersehbarer Tendenz) wie der Streit um das Heilige Land. Selbst Wohnungen, die im Osten Jerusalems durch Israelis gebaut werden, mutieren hier in der Diktion der internationalen Politik zu „Siedlungen“ – die noch dazu „völkerrechtswidrig“ auf „besetztem Staatsgebiet“ errichtet werden. (Dass Ostjerusalem mit dem Fall des Osmanischen Reiches 1917 keinem Staat zugeschlagen wurde, dass lediglich Jordanien dieses 1948 von ihm besetzte Gebiet 19 Jahre lang okkupierte und, völkerrechtlich lediglich durch Pakistan anerkannt, annektierte, wird dann nicht gesagt). Die UN betreibt zwei Flüchtlingswerke: eines (die UNRWA = UN...

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