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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Edited By Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Die Landverheißung als „ewiger Besitz“. Exegetisch-theologischeÜberlegungen zum Abrahambund und zu Deuteronomium 28-29

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← 22 | 23 → Die Landverheißung als „ewiger Besitz“. Exegetisch theologische Überlegungen zum Abrahambund und zu Deuteronomium 28-29

SIEGBERT RIECKER

0. Einführung

0.1. Die Bedeutung des Themas „Land“ für die Theologie

In einer der ersten alttestamentlich-theologischen Untersuchungen zum verheißenen Land aus dem Jahr 1943 stellt Gerhard von Rad fest, es gebe in der Tora „wohl keinen Gegenstand, der [...] so wichtig ist wie das von Jahwe verheißene und dann verliehene Land“.1 Das Wort „Land“ ist das vierthäufigste Substantiv im Alten Testament, statistisch gesehen also bedeutsamer, als etwa der „Bund“, welcher oft als Schlüssel alttestamentlicher Theologie genannt wird.2 So kommt Walter Brueggemann in seiner bahnbrechenden Untersuchung zum Thema Land zu der Einsicht: „Land ist ein ← 23 | 24 → zentrales, wenn nicht das zentrale Thema biblischen Glaubens“.3 In überspitzter Abkehr von bisherigen Sichtweisen formuliert er,

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