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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Edited By Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Islamische Ansprüche auf das „Land“ – Jerusalem und das heilige Land in Koran und Islam

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FRIEDMANN EIßLER

Dass „der Islam“ religiös begründete Ansprüche auf „das Land“, nämlich das Territorium des Staates Israel und Palästinas, erhebt, scheint ausgemacht zu sein. Es fallen sofort zumindest der Felsendom, die Al-Aqsa-Moschee, der sogenannte Nahostkonflikt mit der zentralen Jerusalemfrage und eine ganze Reihe von dschihadistischen Parolen zur Befreiung Palästinas als Indizien dafür ein.Mit Jerusalem sind nach islamischer Überlieferung nicht nur die Namen bedeutender Propheten wie Abraham, David, Salomo, Mose oder Jesus verbunden. Die ersten Muslime wandten sich in ihren Gebeten Richtung Jerusalem, wie es über Jahrhunderte selbstverständlich gewesen war, weil dort im Tempel (oder in der Erinnerung an ihn) Gottes Gegenwart in besonderer Weise geglaubt und erwartet wurde. Die herausragende Bedeutung Jerusalems für Muslime liegt darin, dass der Prophet Muhammad von hier aus seine Himmelsreise angetreten haben soll. Das weiß auch Nazmi Al-Jubeh, palästinensischer Historiker aus Jerusalem: „Obgleich Muhammad kaum Wunder vollbrachte, spielten seine Wunder eine wichtige Rolle im Islam. Das bedeutendste Wunder (nach dem Koran) ist seine Himmelfahrt von Mekka über Jerusalem in den Himmel. Dieses machte Jerusalem zum wichtigsten islamischen Heiligtum nach Mekka und Medina. Dabei sollten wir in Betracht ziehen, daß während dieser Reise die Anzahl der Gebete bestimmt wurde. Wenn Muslime heute fünf Mal am Tag das Gebet verrichten, so denken sie immer an Jerusalem.“1

In der Tat sind...

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