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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Edited By Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Ja und Amen in Christus (2Kor 1,20). Theologische Gedanken zur Erfüllung von alttestamentlichen Verheißungen am Beispiel der Landverheissung für Israel

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← 258 | 259 → Ja und Amen in Christus (2Kor 1,20). Theologische Gedanken zur Erfüllung von alttestamentlichen Verheißungen am Beispiel der Landbesitzverheißung für Israel

BERTHOLD SCHWARZ

Hinführung

Es „ist das Eigentümliche des jüdischen Volkes, daß es eine weit zurückliegende Vergangenheit immer wieder zu lebendiger Aktualität erweckt. Auch das Neue Testament ist (…) ein unverkennbares Dokument jüdischen Glaubens. Als ein Zeichen des Widerspruchs zu mancherlei theologischen Behauptungen erscheint immer wieder das jüdische Volk und zwar nicht nur in seinem Denken (…), sondern auch in seiner schier unwahrscheinlichen und überraschenden Existenz im Lande Israel. Diese stellt immer wieder eine der fundamentalsten Fragen an das Christentum, nämlich die nach seiner eigenen Wahrhaftigkeit und seinem Zweck in dieser Welt.“ So beschrieb bereits 1970 Antonius C. Ramselaar, ehemaliger Vorsitzender des „Katholieke raad voor Israel“ in Utrecht, die Problemstellung in der Frage nach der Bedeutung des Landes Israel „in der Wechselbeziehung von Theologie und Kultur“.1 Damit wird u.a. angedeutet, welcher Aufgabe sich die christliche Theologie – neben ihrem Hauptauftrag2 – auch zu stellen hat, nämlich der Klärung der dogmatischen Verhältnisbestimmung von Israel/ Juden(-tum) und Ekklesia/ Christen(-tum), bis in Detailfragen der biblischen Landverheißung hinein.3

← 259 | 260 → Insgesamt liefert der Aufsatzsammelband „Jüdisches Volk – gelobtes Land“, in dem Ramselaars Beitrag abgedruckt wurde, eine beachtliche Fülle und Dichte an wertvollen Gedanken zur theologischen Verhältnisbestimmung zwischen Juden und Christen und darin auch zur Landbesitzfrage. Man w...

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