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Wem gehört das «Heilige Land»?

Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel

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Berthold Schwarz

Die Beiträge in diesem Sammelband wollen dazu beitragen, aus christlich-theologischer Perspektive die Antwort auf die Frage zu präzisieren, wem das in den biblischen Überlieferungen dem Bundesvolk Israel verheißene Land gehört. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Beiträge dazu ein, den theologischen Austausch hinsichtlich der «Landbesitzfrage» anzuregen und die Sinne für die theologische Urteilsbildung zu schärfen. Die vierzehn verschiedenen Autoren stimmen konfessionell und theologisch nicht in allem miteinander überein. Trotzdem liegt allen Beiträgen die Absicht zugrunde, fachrelevante Untersuchungsergebnisse vorzulegen, die eine ausgewogene und begründete Israellehre fördern und die einen «theologischen Astigmatismus» in der «Landbesitzfrage» vermeiden wollen.
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Nachwort

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Das Symposion „Wem gehört das ‚Land‘?“ (2010) und die von dort aus angestoßenen, nun hier veröffentlichten Beiträge wollen zeigen, wie man an exemplarisch ausgewählten Themenkreisen exegetisch, historisch, zeitgeschichtlich, theologiegeschichtlich und dogmatisch darum ringen kann, sich verantwortbaren Antworten auf die Frage nach der biblischen „Landbesitzverheißung“ christlichtheologisch zu nähern. Seit dem Abrahamsbund (Gen 12) und der göttlichen Verheißung eines „ewigen Landbesitzes für Israel“ hat der Streit um „Palästina“ bzw. um das „Heilige Land“ immer auch eine theologische Dimension, nicht zuletzt für Christen und für die christliche Dogmatik (Lehrbildung, Credo).1

Die Beschäftigung mit der Frage nach dem ‚Landbesitz für Israel‘ ist noch immer brisant und nicht vom Tisch. Es ist eben nicht so, als wäre nun bereits alles gesagt, was dazu – v.a. aus christlich-theologischer Perspektive – gesagt werden müsste oder könnte. Wir stehen immer noch am Anfang der christlichisraeltheologischen Forschung, oder wieder am Anfang.2 Denn spätestens mit den Veröffentlichungen des sog. Kairos-Papiers „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens und der Hoffnung aus der Mitte des Leidens der Palästinenser“ (2009)3 und v.a. der EKD-Orientierungshilfe „Gelobtes Land? Land und Staat Israel in der Diskussion“ (2012) haben die innerkirchlichen und die zwischenkirchlichen Auseinandersetzungen um die Haltung zum Staat Israel und seiner Politik gegenüber an Heftigkeit zugenommen.

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