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Handbuch Angewandter Dramaturgie

Vom Geheimnis des filmischen Erzählens – Film, TV und Games

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Kerstin Stutterheim

Dramaturgie hat eine lange Tradition, auch im Bereich von Film und Fernsehen. In diesem Buch wird ein Überblick über dramaturgische Grundlagen und die Besonderheiten der Filmdramaturgie gegeben. Darüber hinaus wird auf Aspekte der Gestaltung von Games verwiesen. Kenntnisse der Filmdramaturgie ermöglichen es, einem Film, einer TV-Serie oder auch einem narrativen Game zu seiner bestmöglichen Entfaltung zu verhelfen, ohne diesem standardisierte Grenzen einer Formatvorlage aufzuerlegen. Ebenso kann eine Kenntnis der Filmdramaturgie die Analyse von audio-visuellen Werken unterstützen, um die künstlerische Prozesse erkennen, verstehen und gestalten zu können, die dessen Erfolg beeinflussen. Es werden Traditionen und Modelle der Filmdramaturgie an bekannten Beispielen sowie aus der Praxiserfahrung heraus und für diese anwendbar diskutiert.

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Das Einfache, das so schwer zu machen ist – Die Besonderheiten der Komödie

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Das Komische und die Komödie

Schon Kinder und Wieck haben in ihrem Buch „Zum Schreien komisch, zum Heulen schön“ das Phänomen der Film-Komödie und einige der hier angeführten Aspekte diskutiert.573 John Belton stellt die Entwicklung des Genres in der amerikanischen Kultur dar und analysiert die wichtigsten Subgenres der ›american comedy‹.574 Das folgende Kapitel baut unter anderem auf diesen beiden Publikationen auf, um ergänzend einige dramaturgische Aspekte zu erläutern.

Das Komische als ästhetische Kategorie

Das Komische stellt eine ästhetische Kategorie dar. In ihr wird der Widerspruch von Ideal und Wirklichkeit sowie den von Schein und Sein, dem Vermeintlichen und dem Tatsächlichen sinnfällig. Immanuel Kant schreibt hierzu in „Kritik der Urteilskraft“: „Das Lachen ist ein Affekt aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannte Erwartung in nichts.“575 Das Komische ergibt sich nach Kant aus einem Widerspruch zwischen dem verstandesmäßigen Erfassen der (meist unangenehmen Situation) und einer leibhaftigen, körperlichen Reaktion auf diese.

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